TRAILER PARK SEX: Now Or Fucking Never [EP] [Eigenproduktion]
Komplexer Metalcore mit Math-Elementen, der in seinen zwanzig Minuten viel Spaß macht.
Komplexer Metalcore mit Math-Elementen, der in seinen zwanzig Minuten viel Spaß macht.
Überraschungen gibt es nicht, PENTAGRAM-Fans müssen natürlich trotzdem zugreifen. Doom-Rocker (die ja unvermeidbar eh Fans sind) und Oldschool-Heavy-Rocker sollten aber auch mal reinschauen. Die DENOVALI-Gründer Timo und Thomas laden zum Labelfest nach Essen. Vampster präsentiert und ist natürlich vor Ort.
Zack, da waren sie plötzlich - quasi aus dem Nichts tauchte die dänisch-amerikanische Freundschaft PYRAMAZE vor einigen Tagen mit einem Debütalbum auf, das klingt, als hätte man es mit einer Band zu tun, die schon seit Jahren im Geschäft ist. Dabei leben die Musiker auf mehreren Kontinenten verteilt und bis zum Abschluss der Aufnahmen der Instrumente ging man eigentlich noch davon aus, dass Gitarrist und Bandkopf Michael Kammeyer den Gesang auf dem Debütalbum "Melancholy Beast" übernehmen würde, stattdessen ist nun allerdings Ex-BALANCE OF POWER-Stimme Lance King zu hören. Irgendwie ist bei dieser Band nichts wie bei anderen. Schaut man sich den musikalischen Background der Truppe an, so scheinen die späten Neunziger Hauptinspirationsquelle für die (größtenteils) junge Truppe gewesen zu sein, die Musik klingt hingegen, als hätte man schon viel früher den Metal für sich entdeckt. Dabei macht der 24-jährige Bandkopf klar, dass er den Metal mit 14-15 Jahren für sich entdeckte und frühere Einflüsse gar nicht großartig geltend machen kann. Genausowenig würde man die eigene Musik unbedingt gerne in die Power Metal-Richtung stecken wollen, da man dafür eigentlich zu heftig agiert, wobei die Musik von PYRAMAZE doch weit mehr mit den Bands zu tun hat, die den Begriff des Power Metal ursprünglich Ende der Achtziger belegten und diesem auch in seinem Wortsinn gerecht wurden (im Gegensatz zu den Acts, die heute gern mit diesem Begriff umschrieben werden). Doch damit der Überraschungen nicht genug: Michael Kammeyer spricht auch noch ein perfektes Deutsch, womit er dem schwäbischen Verfasser dieser Zeilen eine ganze Menge voraus hat...