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Der Blog zum Black Metal-Bock

Thursday, September 27. 2007
Längst ist klar, dass sich das Internet mehr und mehr zu einer grossen Plattform für Selbstdarsteller gewandelt hat. MYSPACE, YOUTUBE - nicht von ungefähr sitzen das "My" und das "You" im Namen, so dass sich der Internetophile sogleich auf sich beziehen kann. Diesen narzisstischen Reizen kann auch die Black Metal-Szene nicht widerstehen. Längst sind die "Top 10 Most Ridiculous Black Metal Pictures" im Netz aufgetaucht und auch an den "Other Top 10" kann man sich inzwischen ergötzen, beziehungsweise sich ganz der visuellen Komponente hingeben. Corpsepaint, Wald, Berge, Schnee - das ist die Standardausrüstung für ein stilvolles schwarzmetallisch-adäquates Posing. Wer was von alten Helden, Sagen und Wikingern hält, braucht selbstverständlich Schwert, Schild und Trinkhorn. Wie aber sticht man hier noch heraus? Wie setzt man ein wahres Zeichen, um sich gegen all die anderen Bilderblackmetaller abzuheben?

Die Österreicher WALPURGI wissen es. Sie posieren nicht nur im Wald mit Corpsepaint. Nein, sie haben ein wesentlich selteneres Requisit in ihre Darstellung miteingebunden. Einen Bock. Genau. Einen mit Fell und Hörnern. Und einem Blick, der alles sagt.





Und bei diesem Bild sollten sich nicht nur jene fragen, die BATHORYs Debüt und VENOMs "Welcome to Hell" im Schrank stehen haben: WAS GESCHIEHT ALS NÄCHSTES MIT DIESEM BOCK?


Bildquelle:
http://www.myspace.com/walpurgi

Musikalisches Aha-Erlebnis

Monday, September 17. 2007
Tatort MySpace: Von der SIEGES EVEN-Seite aus öffne ich in einem Tab deren "Freunde" INSIDE OUT (Label) und in einem zweiten Tab RHAPSODY OF FIRE, wo Alex Holzwarth ebenfalls die Stöcke schwingt. Während die Seite lädt, klicke ich beim Player auf die Stopp-Taste und widme mich erst einmal dem INSIDE OUT-Angebot. Da die "befreundete" Seite vom amerikanischen Zweig der Plattenfirma betrieben wird, suche ich vergeblich nach dem (auf der Band-Homepage erwähnten) neuen Song. Dafür erklingt ein Frickelintro mit flinken Gitarren und coolen Keyboard-Arpeggios. Ich schaue neugierig auf den Interpreten: POVERTY'S NO CRIME. Wow; die hatte ich noch als konventionelle Prog Metal-Band im Hinterkopf. Hier fand offensichtlich eine Mutation statt. Die Takte variieren munter, die Musiker kombinieren irrsinnige Melodien und schließlich donnert das Schlagzeug mit erstaunlich hoher Geschwindigkeit los.

Gerade als ich die Band schon zur Steigerung gratulieren und in den Olymp der bizarren Komplexmusikanten befördern will, muss ich feststellen, dass aus unerfindlichen Gründen ein Song von RHAPSODY ON FIRE parallel lief. Und dass POVERTY'S NO CRIME doch nur harmlosen Melodic Metal spielen. Also doch nur ein ganz normaler Montagmorgen.