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Muppets sind Metal

Monday, April 14. 2008
Am Samstagabend sollte es statt dem lokalen Metalkonzert etwas anderweitig ausgerichtete Kultur sein. Also zuerst zur mit gepflegtem Bluegrass unterlegten Stand-Up Comedy vom ehemaligen PINK FLOYD-Sessionbassisten Guy Pratt und danach abspacen zum SIGUR ROS "Heima"-Musikfilm in der Nocturne. Nach soviel gepflegter Atmosphäre umringt von schmerzhaft normalen Menschen schreit das Herz nach einem Kontrastprogramm.

Also flugs zum lokalen Metalkonzert, um zu schauen, wer aus dem Freundeskreis an diesem Abend als Alkleiche endet. Und natürlich gibt es eine Diskussion, nach welcher man wieder um eine Metal-These reicher ist: Die Muppetshow ist Metal.

Folgende Videoclips gereichen zur Argumentation für diese These:
1. Welcher Metaldrummer wollte am Anfang seiner Tage NICHT wie Animal sein? Clip 1 beweist: keiner.



2. Wer wollte nicht sofort eine Viking Metal-Band gründen, nachdem er diesen Clip gesehen hat? Clip 2 beweist: keiner.



Dass die Sesame Street Metal ist, wird ebenfalls schon lange vermutet. Kein Wunder, wenn Ernie und Bert einem anhand von LAST DAYS OF HUMANITYs "A Divine Proclamation for Finishing the Present Existance" endlich erklären, was die Essenz des Brutal Death Metals ist (abgesehen von der Live-Umsetzung am MOUNTAINS OF DEATH-Festival):



I rest my case.

Das KEEP IT TOO GOOD TO BE TRUE-Festival

Wednesday, December 5. 2007

Ein neuer Stern am Festival-Himmel ist aufgegangen: das KEEP IT TOO GOOD TO BE TRUE-Festival, kurz KITGTBT. Wann, wo und ob es stattfinden wird, ist zwar noch unklar, aber hier gibt es exklusiv vorab das Billing mitsamt der geplanten Setlisten.

Continue reading "Das KEEP IT TOO GOOD TO BE TRUE-Festival"

Tod und Hass den Bierwerfern!

Sunday, December 2. 2007

Am Samstag in Arnhem hab ich ihn mal wieder erleben dürfen, den Bierbecher-Bombenhagel bei Konzerten. Und es kotzt mich an! Leere Becher werfen zeugt ja schon vom Fehlen einer gewissen geistigen Reife aber wenn die Dinger dann auch noch voll sind – was ja während des Fluges nicht lange so bleibt - steigt der Hass-Level ganz schnell in ungeahnte Höhen…

Es geht nicht jeder auf ein Metal-Konzert um sich in Bier zu suhlen. Wenn mal jemandem ein Bier aus der Hand fällt und man halt was abbekommt – kein Thema, schließlich sind wir doch alle gestandene Männer und fangen nicht gleich an zu weinen wenn wir mal etwas nass werden. Aber wenn ich vor lauter fliegenden Bierbechern und dem, sich über mich und alle drum herum stehenden verteilenden Inhalt nicht mehr dazu komme, das gerade so nebenbei auch noch statt findende Konzert zu genießen hört es echt auf.

Auch schön ist es, wenn die Bierbecher aus hartem Plastik sind und halbvoll durch den Raum fliegen. Die erreichen beim Aufprall im Gesicht durchaus eine gewisse Grundhärte wie ich selber schon herausfinden durfte. Also an alle Bierwerfer auf diesem Planeten: Haltet den Becher doch einfach über euren Kopf und dreht dann die Hand mitsamt Becher nach unten? Macht das Spaß? Nein? Mir auch nicht!

Von Schafen und paranoiden Musikern...

Tuesday, October 23. 2007

Die Paranoia gewisser Musiker wird echt immer lustiger. Heute bei den Kollegen von rockhard.de gefunden:

Beispiel 1 ist ja noch recht amüsant:

23.10.2007: Enslaved: Auge um Auge
Dass der Vorsitzende der liberalen Partei Venstre Lars Sponheim sich dafür ausspricht den illegalen Musik-Download zu legalisieren, nahmen ihm die Jungs von ENSLAVED übel und wollten frei nach der Devise "Wenn du unsere Musik stiehlst, stehlen wir dein Schaf", Gleiches mit Gleichem vergelten. Dieser Schaf-Raub ist Teil einer Kampagne namens "Piracy Kills Music", die von diversen norwegischen Bands geführt wird.

Ich stelle mir gerade die lustige ENSLAVED-Horde beim Kleinvieh-Diebstahl vor... Ob dass den Trveness-Faktor anhebt? Was kommt als nächstes? Nocturno Culto beim Wild-Angeln?? Ach ne, das hatten wir ja schon.

Beispiel 2 finde ich dagegen einfach nur noch lächerlich. Da nimmt sich jemand wohl deutlich wichtiger als er eigentlich ist... Einfach nur albern.

23.10.2007: W.A.S.P. mit erhobenem Finger
W.A.S.P. legen verschärft wert darauf, dass Fans weder Kameras, Fotoapparate noch Handies mit Aufnahmefunktion mit zu den Konzerten bringen sollten, da diese ohne Ausnahme vom Security-Personal beschlagnahmt werden.

Geht´s denn noch Herr Gesetzlos??? Sehr Rock´n´Roll das alles. Sieht Blackie inzwischen einfach so scheisse aus, dass er sich nicht mehr ablichten lassen will oder was? Na ja, aber da W.A.S.P. ja auf der nächsten Tour angeblich den Fokus auf das "The Crimson Idol"-Album legen wollen, muss man diese Pille wohl schlucken...

Downloadsünder kommen in die Hölle

Friday, October 12. 2007
Dann und wann muss man sich ja auch über die Gegenseite informieren. So findet man folgende Aussage bei ROWE PRODUCTIONS, d.h. dem Verteilungskanal der christlichen Death Metaller MORTIFICATION, auf der Homepage:

"Thank you to all our supporters who have purchased a copy of our new "Live Humanitarian" CD. Let us keep the metal underground alive by committing ourselves to NEVER steal metal from the internet. It is not worth the possibility of going to hell for stealing just from being greedy!"

Klar, illegale Downloads sind nicht gerade das Coolste auf der Welt und tragen kaum zur Lebenserwartung des Metal-Undergrounds bei. Aber heisst das jetzt, dass all diese - sonst braven - Christen ebenfalls in die Hölle kommen, weil sie sich was von MORTIFICATION oder den anderen jesusmetal.com-Bands runtergeladen haben? Kann man die nicht ins Fegefeuer verfrachten? Schliesslich soll die Hölle schon richtigen Bösewichtern à la Blofeld und Satanisten vorbehalten sein. Vor allem, wenn man sich als Black Metaller schon in den 90ern ein Ticket in die Hölle besorgt hat - damals noch mit Frühbucherrabatt - um dann die Vorzüge des Lebens nach dem Tod inklusive Dauerbeschallung durch DARK FUNERAL, NIFELHEIM, BESATT & Co. zu geniessen und sich SOUTH PARK reinzuziehen. Durch das visionierte Höllenauffangbecken für gierige MORTIFICATION-Fans werden die vorzüge der finalen Destination
doch arg beschnitten...

Sind die jungen Metalfans verbohrte Proleten?

Thursday, September 27. 2007
Wisst ihr, ich mache nur Musik um mein mangelndes Selbstwertgefühl wieder aufzubauen. Ich habe ein extremes Geltungsbedürfnis und deshalb muss ich mich vor Juz-Publikum immer so aufführen als wäre ich der große, arrogante Rockstar. Nicht.

Nein, ich glaube, ich mache selbst Musik weil es der nächste, logische Schritt vom Fan weg, hin zum Fanatismus ist. Um mich in dieser Art und Weise auszuleben nehme ich so Einiges in Kauf. Zum Beispiel den Abend, vor kurzer Zeit, als wir in einer kleinen Stadt in Niederbayern spielten. Erstmal danke für die Einladung an unseren Freund Ferenc und die Möglichkeit zu spielen – denn die Location selbst ist spitze. Eine gute Bühne, eine gute Anlage, ein sehr guter Mischer und das Licht passte zur Show. Schade nur, dass das Konzert fälschlicherweise als Death Metal-Night angekündigt war und ein paar der Anwesenden nichts im Stil von TORSOFUCK zu hören bekamen, sondern eher „schwule Scheiße“ zwischen ISIS und DEFTONES. Super. Vor allem wenn die betrunkenen Kids dann ihr Desinteresse in blanke Ablehnung verwandeln. Die negativen Zwischenrufe sind nicht wirklich schlimm, in fast 10 Jahren auf Bühnen lernt man über so was zu stehen. Schade ist es nur, wenn sich ein kleiner Teil der Anwesenden so verhält, dass die Konzertbesucher drunter leiden müssen, die die Band wirklich sehen wollen. Sowas gibt es wohl an jedem Wochenende in mehreren Jugendzentren Deutschlands.

Sind die jungen Metalfans eigentlich verbohrte Proleten, die mit Scheuklappen rumlaufen?
Wenn den Kids mal was nicht gefällt, warum gehen sie dann nicht raus und betrinken sich nicht noch mehr, damit Mutti sie sternhagelvoll an der Wache abholen kann? Dann hätten sie was zu erzählen, am Montag beim Bewährungshelfer. Das klingt jetzt verbittert, ist es aber nicht. Denn wenn sie mal die magische Grenze der „20“ überschritten haben, kanns bei ihnen auch wieder ganz anders aussehen. Waren wir als Jugendliche nicht genauso?

Ich hoffe nicht. Ich hoffe es wirklich.

Verbietet Konzerte!

Sunday, September 23. 2007
Popkomm-Zeit ist Emo-Zeit. In unerträglichem Selbstmitleid klagen die Verantwortlichen der Phonoindustrie auf dieser ihrer Messe seit Jahren über Umsatzrückgänge. Schuld sind natürlich die illegalen Downloads und das Recht auf Privatkopien. Aufhorchen ließ nun eine Meldung auf heute.de. Demnach hat es in den letzten zwölf Jahren einen regelrechten Boom im Konzertmarkt gegeben, welcher den Tonträgermarkt, was den Umsatz betrifft, mittlerweile deutlich überholt hat. Was der Tonträgerindustrie also verloren gegangen ist, ist - zu einem nicht unwesentlichen Teil - zu den Konzertveranstaltern gewandert. Die Plattenfirmen haben dies zwar auch erkannt. Anstatt aber ein Verbot von Konzerten zu fordern, kündigen sie an, sich in Zukunft ihren Anteil am mächtigen Konzertveranstaltungskuchen sichern zu wollen.

Herzlichen Glückwunsch, liebe Phonoindustrie! Zwölf Jahre nach Beginn dieses Trends habt ihr diesen also wahrgenommen. Wenn ihr da mal nicht ein kleines bisschen zu träge wart. Zumindest meinem subjektiven Empfinden nach ist der Konzertmarkt mittlerweile eindeutig übersättigt. Komisch auch, dass trotz der Erkenntnis, dass das Geld der Musikhörer mittlerweile in andere Quellen fließt, immer noch die Privatkopien und Tauschbörsen schuld am Umsatzrückgang sind. Hättet ihr die Zeichen der Zeit frühzeitig erkannt, hättet ihr diese Tauschbörsen sogar für eure eigenen Zwecke nutzen können. Dass sich diese für virales Marketing hervorragend eignen, zeigt zum Beispiel der Erfolg einer Band wie MACHINAE SUPREMACY in der Indie-Szene. Durch verschärfte Gesetze jedenfalls lassen sich illegale Downloads wohl kaum in bezahlte Downloads oder CDs umwandeln.

Neue Möglichkeiten des Konzertkartenverkaufs

Tuesday, September 18. 2007
Der Zeppelin fliegt wieder. Zumindest einmal, am 26. November in der Londoner o2-Arena. Da es sich um das erste Konzert der Band seit beinahe 20 Jahren handelt, gab es auch keine Probleme, das Kartenkontingent unters Volk zu bringen. Im Gegenteil: Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, haben ca. 20 Millionen ihr Kaufinteresse bekundet - die Arena bietet insgesamt etwa 20.000 Sitzplätze. Was liegt da näher, als eine Konzertkarten-Lotterie? Gestern endete die Frist, bis zu der Interessierte sich registrieren konnten, nun entscheidet das Los, wer die umgerechnet 180,- € teuren Tickets erwerben darf.

Meine Meinung: Wenn schon Lotterie, dann richtig - jeder Interessant zahlt einen geringen Beitrag, wer Glück hat, bekommt eine Karte zugelost, wer Pech hat, finanziert die Karten der Gewinner mit. Die weniger fanfreundliche Alternative: eine offizielle Auktion. Damit wären doch sicherlich noch weit mehr als die lächerlichen 180,- € pro Karte drin.

Wenn euch noch andere interessante Konzertkarten-Verkaufsmodelle einfallen, ob scherzhaft oder als ernstzunehmende Alternative zum üblichen First-come-first-serve, nutzt fleißig die Kommentarfunktion unseres Blogs.