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Muppets sind Metal

Monday, April 14. 2008
Am Samstagabend sollte es statt dem lokalen Metalkonzert etwas anderweitig ausgerichtete Kultur sein. Also zuerst zur mit gepflegtem Bluegrass unterlegten Stand-Up Comedy vom ehemaligen PINK FLOYD-Sessionbassisten Guy Pratt und danach abspacen zum SIGUR ROS "Heima"-Musikfilm in der Nocturne. Nach soviel gepflegter Atmosphäre umringt von schmerzhaft normalen Menschen schreit das Herz nach einem Kontrastprogramm.

Also flugs zum lokalen Metalkonzert, um zu schauen, wer aus dem Freundeskreis an diesem Abend als Alkleiche endet. Und natürlich gibt es eine Diskussion, nach welcher man wieder um eine Metal-These reicher ist: Die Muppetshow ist Metal.

Folgende Videoclips gereichen zur Argumentation für diese These:
1. Welcher Metaldrummer wollte am Anfang seiner Tage NICHT wie Animal sein? Clip 1 beweist: keiner.



2. Wer wollte nicht sofort eine Viking Metal-Band gründen, nachdem er diesen Clip gesehen hat? Clip 2 beweist: keiner.



Dass die Sesame Street Metal ist, wird ebenfalls schon lange vermutet. Kein Wunder, wenn Ernie und Bert einem anhand von LAST DAYS OF HUMANITYs "A Divine Proclamation for Finishing the Present Existance" endlich erklären, was die Essenz des Brutal Death Metals ist (abgesehen von der Live-Umsetzung am MOUNTAINS OF DEATH-Festival):



I rest my case.

Unsere Besten: EDGUY oder doch eher der gute alte Ludwig van?

Tuesday, September 25. 2007
Das ZDF sucht Unsere Besten bzw. genauer gesagt Deutschlands beste Musikstars aller Zeiten. Obwohl wir bei Vampster den Usern die Möglichkeit geben, die besprochenen Alben mit Sternchen zu bewerten, verteilen wir selbst keine Noten. Denn die Aussagekraft einer einzigen Zahl ist in so einem Zusammenhang äußerst beschränkt. Zudem bin ich überzeugt, dass selbst bei Notenskalen mit wenigen Ausprägungen deren Bedeutung fragwürdig und die Grenzen dazwischen bestenfalls schwammig sind. Im Klartext: Die Qualität eines Albums lässt sich nicht auf einer Gut-Schlecht-Dimension abbilden, auch wenn an vielen Orten gerne dieser Eindruck erweckt wird.

Anstatt jetzt über intransitive Triaden zu philosophieren, komme ich besser auf die eingangs erwähnte Umfrage zurück. Dort steht eine bunte Mischung aus "Musikstars" zur Auswahl. Einerseits sind Chartstürmer wie Tokio Hotel und Herbert Grönemeyer am Start, andererseits rechne ich angesichts der ZDF-Publikumsstruktur den Herren Bach und Beethoven sehr gute Chancen aus. Sucht man nach härteren Bands, findet man neben den SCORPIONS und RAMMSTEIN auch EDGUY und PINK CREAM 69 (aber kein HELLOWEEN). Die Abstimmung wird sicherlich nicht die Klasse der Gewählten widerspiegeln; schon eher den Beliebtheitsgrad. Das Ergebnis wird nicht sehr aussagekräftig, aber vielleicht zumindest amüsant werden. Jedenfalls habe ich nach einigem Wanken für EDGUY gestimmt; aus Scheiß und weil ein Gespräch zwischen Tobias Sammet und Johannes B. Kerner sicherlich unterhaltsamer wäre als alles, was sonst auf dem Sender läuft.

Und nun überlege ich nicht mehr länger, wer "in Wahrheit" die besten Musikstars Deutschlands sind, sondern erfreue mich lieber an der Vielfalt (jeweils auf ihre eigene Art) sehr guter Gruppen, die gerade der Heavy Metal national wie auch international zu bieten hat.