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Die Zukunft von STRATOVARIUS

Tuesday, June 10. 2008

Wenn ich ein großer Fernsehproduzent wäre, würde ich den Herren Kotipelto, Johansson und Michael das Angebot machen, aus STRATOVARIUS in Zukunft eine Seifenoper zu machen.

Ich habe bis vor kurzem nie so ganz verstanden, was der Reiz an Seifenopern ist. Ich meine, klar, Katie Holmes sieht schon gut aus, aber deshalb sitzt man doch nicht wochenlang jeden Tag eine Stunde vor der Glotze. Das Hickhack im Hause STRATOVARIUS, das nun schon seit Jahren (!) anhält, belehrt mich allerdings, dass es im wirklichen Leben genauso abgeht wie in all den ganzen Serien, in denen jeder mal mit jedem im Clinch liegt. Zum Ende jeder Staffel (bzw. Albumveröffentlichung bzw. Tour) vertragen sich plötzlich alle wieder, nur um sich kurz darauf wieder in die Haare zu kriegen.

Neben einer Seifenoper könnte ich mir auch einen Kinofilm vorstellen, der die Band in 20 Jahren zeigt. Meine Wunschbesetzung wäre Alex Baldwin, Danny de Vito, John Travolta, Ian McKellen und irgendein junger Nachwuchsstar als "Der Neue am Bass".

Doom - Fleisch = sexy?

Monday, June 9. 2008

Die Doom-Opas in der Redaktion werden zwar sagen, das hätten sie schon immer gewusst. Ich war aber doch ziemlich erstaunt, als ich Geezer Butler auf der Kandidatenliste zur Wahl des Sexiest Vegetarian Celebrity 2008 entdeckte. Nun liegt es an den Fans, die Trägheit ihrer Lieblingsmusik zu überwinden und für den HEAVEN AND HELL-Tieftöner abzustimmen. Die Chancen für Musiker scheinen zwar generell gering zu sein, aber es wäre mal ein Statement von der bzw. an die Metal-Szene, wenn Butler zumindest die üblichen Vorzeige-Vegi-Barden der PETA (entgegen meinen Vermutungen kein neues DREAM THEATER/SPOCK'S BEARD-Nebenprojekt, sondern eine Tierschutzorganisation) wie Paul McCartney und Bryan Adams ausstäche.

Auf der Frauenseite plädiere ich natürlich für die Wahl von Natalie Portman, die hat - von einer Diskussion mit Jon Stewart über die Berliner Death Metal-Szene im März 2006 mal abgesehen - mit harter Musik nichts am Hut, ist dafür aber - für meinen hetero-vegetarischen Geschmack - sexier als alle BLACK SABBATH-Musiker zusammen und hat heute zudem Geburtstag.

Heavy Metal - die Waffe der Demokratie

Sunday, June 8. 2008

Ein Blick auf die Landkarte deutet daraufhin, dass Heavy Metal in erster Linie ein westliches Kulturgut ist. China, Indien sowie der afrikanische Kontinent sind mit dem Hinweis "Here be no bands beginning with DRAGON..." markiert. Mit Blick auf die politische Entwicklung der letzten Jahrzehnte könnte man sogar so weit gehen, Heavy Metal als Demokratie-Indikator anzusehen. Während in Europa schwedisch-griechische Kollaborationen wie DREAM EVIL gediehen und in den USA das Zeitalter des Bösen angebrochen ist, scheint die "Achse des Bösen" nicht in der Lage zu sein, ihren eigenen Soundtrack zu erschaffen.

Dubai erzwingt mittlerweile mit wirtschaftlicher Macht ein jährliches Festival, doch das Flair einer lebendigen Szene fehlt. Peking und Jakarta (um nur zwei Beispiele zu nennen) sucht man vergeblich auf Tourplänen und in CD-Regalen. Das ist auch gut so, sagen Verteidiger des wahren Glaubens (alias True Metal) vermutlich. Nicht auszudenken, was aus dem traditionellen Metal werden könnte, wenn er sich plötzlich mit Regenwald, Kindersoldaten, Hunger, Ubuntu, Einfuhrzöllen und fremden Religionen beschäftigten würde. Doch neue Perspektiven müssen nicht unbedingt schlecht sein. Südamerika macht Hoffnung. Aus dem Amateurlärm der frühen 80er ist spannende Musik mit exotischen Einflüssen und grenzenloser Leidenschaft geworden. Parallel dazu hat sich der Kontinent politisch zu einer überwiegend freien und demokratischen Gegend entwickelt.

Man muss natürlich auf dem Boden der Realität bleiben. Der Heavy Metal hat es bislang nicht geschafft, die Abholzung des Regenwalds aufzuhalten oder gar umzukehren. IN FLAMES spielen nicht beim Welternährungsgipfel "Watch Them Feed". Langhaarige Gestalten, die HELLOWEEN oder SLAYER nacheifern, werden wohl auch nicht die nationalen Probleme von Guinea, Sudan oder Algerien lösen, sollte der Metal sich dort je etablieren. Langfristig ist die Entwicklung aber sicherlich spannender als die Fußball-EM, zumal Heavy Metal gewöhnlich miteinander und nicht gegeneinander gespielt bzw. erlebt wird.

Heavy Metal im Jahr 2050

Tuesday, May 27. 2008

Der Metal hat sich etabliert. Abgesehen von einer Grunge-bedingten Erholungspause Mitte der 90er erfreute er sich stetig wachsender Fanscharen. Sein genaues Alter läßt sich nur vage bestimmen. Es dürfte irgendwo zwischen 28 und 40 Jahren liegen. Die Kindheit des Metals war bewegt, da er ein schwer erziehbares Kerlchen war. In der Pubertät hatte er zudem immer wieder unangenehme Anfälle (z.B. Death Metal, Grindcore). Doch jetzt ist er erwachsen geworden und läßt seine Aggreßionen nur noch dort aus, wo es gesellschaftlich toleriert wird (z.B. Rock am Ring, Rock im Park).

Man sollte dabei jedoch beachten, daß dabei überwiegend alte Hasen im Rampenlicht stehen. METALLICA, IRON MAIDEN, JUDAS PRIEST und BON JOVI sind seit einer halben Ewigkeit im Geschäft. Auch eine Größnordnung kleiner sieht es ähnlich aus. Insbesondere beim Thrash findet man jede Menge Bands aus den 80ern, die immer noch bzw. wieder dabei sind. Angesichts dieser überalterung könnte man fast befürchten, daß Heavy Metal im Jahr 2050 bestenfalls noch als Altersheimmusik belächelt wird. Allerdings stoßn Jahr für Jahr hungrige Newcomer zur Szene - und ein paar von ihnen haben das Durchhaltevermögen und das Talent für den Durchbruch. Man braucht sich also wirklich keine Sorgen um die Zukunft des Heavy Metal machen.

Eigentlich sollte ich an dieser Stelle allerlei kühne Vorhersagen treffen und dann im Alter von 68 zurückschauen und herzhaft lachen. Aber der Reiz der Musik liegt nicht zuletzt in ihrer Unvorhersehbarkeit und in ihrer Vielfältigkeit. Deshalb wage ich beim besten Willen keine Prognose, welche der heutigen Bands in 42 Jahren noch aktiv sein wird. Schließich konnte man anno 1968 auch nicht absehen, daß DEEP PURPLE und BLACK SABBATH (bzw. was jeweils von ihnen übrig blieb) vier Jahrzehnte später immer noch aktiv sein würden. Somit bleibt abzuwarten, ob NIGHTWISH sich irgendwann einmal mit Tarja versöhnen und kurz vor der Rente noch einmal auf eine "Once again"-Tour gehen, oder ob eine Band wie AGE OF EVIL 2040 beim KEEP IT TRUE XL ein umjubeltes Comeback feiert. Außrdem wird es bis dahin vielleicht auch bahnbrechende medizinische Fortschritte geben, die es IRON MAIDEN ermöglichen, stilecht live after death zu touren.

Media Control Revisited

Saturday, April 26. 2008

Es ist schon eine Weile her, da habe ich hier die neue Bewertungsgrundlage für die Charts seitens Media Control kommentiert. Nun hatte ich gestern ein Erlebnis, welches mir eine direkte Folge eben dieser neuen Wertung von CD Verkäufen nach Umsatz statt Absatz zu sein scheint.

Angefangen hat alles letzte Woche als ich beim Elektrogroßhandel um die Ecke, nennen wir ihn der Einfachheit halber mal Uranus, die neue WHITESNAKE-CD erblickte, in der Normal-Edition für 17,99. Es war am Veröffentlichungstag. War mir zu teuer, also habe ich sie liegen lassen. Als ich dann gestern wegen der neuen TESTAMENT-CD selbiges Ladenlokal erneut aufsuchte kostete die CD plötzlich nur noch 13,99.

Vier Euro Preissturz in einer Woche? Ob das mit der neuen Wertung von CD Abverkäufen für die Charts zu tun hat? Man weiß es nicht...

PS: Ja, ich war so doof und habe mir die neue TESTAMENT sofort geholt anstatt auch hier auf den unvermeidlichen Preissturz zu warten? Dumm? Irgendwie schon, oder?

PPS: Eigentlich müsste man ja jetzt bei JEDER CD ein bis zwei Wochen mit dem Kauf warten, dann würden sich gewisse Leute vielleicht mal Gedanken machen. Als Konsumenten haben wir diese Macht. Aber wie ich an mir selbst sehe ist das manchmal gar nicht so einfach...

Muppets sind Metal

Monday, April 14. 2008
Am Samstagabend sollte es statt dem lokalen Metalkonzert etwas anderweitig ausgerichtete Kultur sein. Also zuerst zur mit gepflegtem Bluegrass unterlegten Stand-Up Comedy vom ehemaligen PINK FLOYD-Sessionbassisten Guy Pratt und danach abspacen zum SIGUR ROS "Heima"-Musikfilm in der Nocturne. Nach soviel gepflegter Atmosphäre umringt von schmerzhaft normalen Menschen schreit das Herz nach einem Kontrastprogramm.

Also flugs zum lokalen Metalkonzert, um zu schauen, wer aus dem Freundeskreis an diesem Abend als Alkleiche endet. Und natürlich gibt es eine Diskussion, nach welcher man wieder um eine Metal-These reicher ist: Die Muppetshow ist Metal.

Folgende Videoclips gereichen zur Argumentation für diese These:
1. Welcher Metaldrummer wollte am Anfang seiner Tage NICHT wie Animal sein? Clip 1 beweist: keiner.



2. Wer wollte nicht sofort eine Viking Metal-Band gründen, nachdem er diesen Clip gesehen hat? Clip 2 beweist: keiner.



Dass die Sesame Street Metal ist, wird ebenfalls schon lange vermutet. Kein Wunder, wenn Ernie und Bert einem anhand von LAST DAYS OF HUMANITYs "A Divine Proclamation for Finishing the Present Existance" endlich erklären, was die Essenz des Brutal Death Metals ist (abgesehen von der Live-Umsetzung am MOUNTAINS OF DEATH-Festival):



I rest my case.

Für die Musikindustrie läuft es wieder besser

Wednesday, April 2. 2008
Der Bundesverband der Musikindustrie hat in seiner Jahrespressekonferenz bekannt gegeben, dass es aufwärts geht - ganz vorsichtig formuliert: "Die Signale zur Wende zum Besseren mehren sich", so steht es in der Pressemitteilung. Rund 149 Millionen CDs wurden 2007 verkauft - ungefähr genauso viele wie 2006. Der Download-Markt wächst, rund 35 Millionen Downloads entsprechen einem Plus von fast 40 Prozent. Wie viel CDs und Downloads von Metal- und Rockfans gekauft wurde, lässt sich leider nicht sagen - ich vermute aber, dass es eine eine ganze Menge war.

Doch so einfach ist es nicht: Längst vorbei sind die fetten Jahre, in denen man Fans schröpfen konnte mit lieblos gemachten CDs, mit Neuauflagen und zusätzlichen limitierten Editionen mit Bonusmaterial, die erst Wochen nach der Veröffentlichung im Laden stehen. Wer heute Musik verkaufen will, muss mehr bieten: Unkomplizierte, günstige Downloads und - für alle, die sich mit digitaler Musik nicht anfreunden können - CD-Editionen, die mehr sind als eine Plastikscheibe und ein dünnes, vierseitiges Booklet. Ich wünsche mir deshalb, dass es trotz des Trends zum digitalen Geschäft auch weiterhin schöne Digipacks, Box-Sets, LPs und aufwändige Special Editions geben wird.

Spar dich reich – fahr nicht auf Festivals!

Friday, March 7. 2008

Ihr wollt dieses Jahr mal wieder ein paar Festivals mitnehmen, habt aber eigentlich keine Kohle? Dann kauft euch doch einfach ne Karte für das WACKEN OPEN AIR. Ihr wollt nicht nach WACKEN? Müßt ihr auch nicht! Seht das ganzer einfach als Investition um Kapital für weitere Festivalkarten zu erwirtschaften.

So gesehen bei einem Kumpel der seine WACKEN-Karte für letztes Jahr bei einem bekannten Online-Auktionshaus feilgeboten hat da er kurzfrisitg verhindert war. Bei 100 Euro Einsatz gute 200 Euro eingenommen. Von solchen Renditen träumt jeder windige Börsen-Spekulant. Und WACKEN meldet jetzt schon, dass das diesjährige Festival so gut wie ausverkauft ist. Da kann sich ja jeder selbst ausrechnen was im Sommer passiert.

Oder nehmen wir doch mal das KEEP IT TRUE Nummer 10. Da kosteten die Karten im Vorverkauf wie gewohnt äußerst günstige 30 Euro. Dementsprechend war auch mal wieder zügig ausverkauft, so dass man bei bereits erwähntem Auktionshaus inzwischen locker das vier bis fünffache des Originalpreises zahlen muss, wenn man noch spontan nach Lauda-Königshofen reisen möchte.

Wenn ihr also noch einen Tausender übrig habt, kauft euch doch mal einen ganzen Stapel an Karten und finanziert damit euer neues Auto, das nächste Jahr im Vollrausch oder die Geburtstagsparty im Puff. Wahlweise bucht ihr vom Ertrag auch einfach die Bands euer Wahl für eure nächste Gartenparty.

Educated guess

Monday, February 25. 2008
Jahre lang war ich der Überzeugung, man müsse eine CD mehrmals konzentriert anhören, um eine Rezension schreiben zu können. Dabei geht es doch auch viel einfacher: Wie sueddeutsche.de berichtet, hat das Männermagazin Maxim USA das neue Album der Black Crowes rezensiert, ohne es überhaupt gehört zu haben - Vorabexemplare wurden nämlich keine verschickt. Die Kritik beruht laut Maxim auf einem "educated guess". Wir bleiben natürlich unserer (Achtung, billiges Wortspiel im Anflug!) Maxime treu, Alben erst dann zu rezensieren, wenn wir sie auch tatsächlich gehört haben...

Die größte Plattensammlung der Welt...

Monday, February 18. 2008

Wenn ihr nach dem Erwerb diverser IRON MAIDEN-Raritäten noch etwas Kohle übrig habt, könnt ihr euch ja mal hieran versuchen: Bei ebay steht momentan die wohl größte Plattensammlung der Welt zum Verkauf. Diese besteht aus über drei Millionen Platten und 300.000 CD´s quer durch alle Genres. Wenn ihr also die richtige Beschallung für wirklich JEDE denkbare Alltagssituation haben wollt, schaut doch mal ob ihr die drei Millionen für das Startgebot locker machen könnt.

Da komme ich mir mit meinen knapp Tausend Tonträgern plötzlich echt mal armselig vor ;-)

Horrorskop für die Woche vom 11. bis 17. Februar

Monday, February 11. 2008

Widder (21. März bis 19. April)
Das sieht gar nicht gut aus. Wenn die Sterne sich bekriegen, gibt es zwangsläufig Opfer unter der Zivilbevölkerung. In den nächsten Tagen trifft es dabei besonders Widder. Also am besten gar nicht erst das Haus verlassen.

Stier (20. April bis 20. Mai)
Stier unmotiviert. Stier langsam. Stier zu nichts zu gebrauchen. Stier bisweilen überflüssig. Stier besser hoffen auf Zukunft. Stier vorerst kein Glückspilz.

Zwillinge (21. Mai bis 20. Juni)
Eineiige Zwillinge müssen mit einem mühseligen Wochenbeginn rechnen. Zweieiige Zwillinge ergeht es besser. Allerdings wird der Freitag ein sehr gefährlicher Tag.

Krebs (21. Juni bis 22. Juli)
Lassen Sie die Finger von irgendwelchen Wiederveröffentlichungen. Sie werden doch nur enttäuscht sein und sich hinterher drüber aufregen, für so etwas Geld ausgegeben zu haben.

Löwe (23. Juli bis 22. August)
Nehmen Sie sich besser nicht zu viel vor. Sie schaffen es ja doch nicht. Die Sterne werden Ihnen jedenfalls nicht helfen. Lediglich Pluto ist Ihnen wohl gesonnen. Aber der hat im kosmischen Gesamtzusammenhang wenig zu melden.

Jungfrau (23. August bis 22. September)
Jupiter verheißt ungewisse Stunden, während Saturn und Merkur zumindest in den Nächten etwas Ruhe versprechen.

Waage (23. September bis 22. Oktober)
Heiter bis wolkig. Am Wochenende zunehmend wechselhaft mit einzelnen Schauern.

Skorpion (23. Oktober bis 21. November)
Sie sollten sich "Humanity Hour 1" kaufen. So viel Solidarität muss einfach sein.

Schütze (22. November bis 21. Dezember)
Der Blick auf die aktuelle Sternkonstellationen lässt sogar gestandenen Astrologen das Blut in den Adern gefrieren. Wenn es schon nicht das Ende ist, so kommt da doch eine ganz schön üble Suppe auf Sie zu. Es gibt natürlich auch noch Liebe - aber nicht für Ihr Sternzeichen.

Steinbock (22. Dezember bis 19. Januar)
Ihnen steht eine Woche bevor, in der Sie Ihren Geburtstag verfluchen, weil er so nahe an Weihnachten liegt und Sie nun wieder ein knappes Jahr lang auf die nächste Bescherung warten müssen.

Wassermann (20. Januar bis 18. Februar)
Das Alter macht sich bemerkbar. Vermeiden Sie unnötige Veränderungen. Es sei denn, Sie können sich in einen Stein oder eine True Metal-Band verwandeln.

Fische (19. Februar bis 20. März)
Eigentlich haben Sie Potenzial und Talent und unendlich viele Möglichkeiten, das Leben als Akt der Freude und Kreativität zu zelebrieren. Aber dann verplempern Sie Ihre Zeit doch wieder mit der Lektüre von Horoskopen, die sich als selbsterfüllende Prophezeiungen entpuppen und Sie hadern lassen, wo Ihrem Geist hätten Flügel wachsen können.

Nachtigall (Japan-Bonus-Sternzeichen)
Das Leben liebt Sie! Lächeln Sie! Tanzen Sie! Retten Sie die Welt! (Zitat Info-Zettel)

The Barfly alias Alan Tecchio

Saturday, February 9. 2008

Diese Woche stolperte ich über das Steppin' Out Magazine, da dort ein ausführliches Interview mit einer gewissen Schauspielerin (von der ich Fan bin) drin ist, welche darin meint, sie würde eine gewisse andere Schauspielerin (von der ich ebenfalls Fan bin) lieben. Warum zur Hölle schreibt der Junge das in einem Metal-Blog, werden sich jetzt viele fragen. Beim Blick ins Inhaltsverzeichnis sprang mir ein Name ins Auge, den ich schon lange nicht mehr gelesen hatte: Alan Tecchio. Zufall, dachte ich im ersten Moment. Aber dann wurde ich doch neugierig. Ein Blick in die Personalabteilung (bzw. ins Vampster-Archiv) zeigte: Er ist es wirklich, der ehemalige WATCHTOWER-Sänger, der das Meisterwerk "Control And Resistance" eingeträllert hat und von dem ich zu Hause Videos habe, wie er mit seinen damaligen Kollegen in Unterwäsche auf der Bühne rockt. Natürlich ist mir klar, dass der gute Mensch nicht angemessen für seine damalige Leistung entlohnt wurde und gezwungen ist, auf irgendeine andere Art seinen Lebensunterhalt zu erdienen. Und wie es aussieht, geht es ihm heute gut, zumal er mittlerweile Frontmann bei SEVEN WITCHES und somit immer noch im Metal aktiv ist. Für mich war diese unerwartete Begegnung allerdings Anlass genug, um mal wieder in die Vergangenheit einzutauchen und ein bisschen zu träumen.

Bückware

Wednesday, January 16. 2008
Als ich Anfang der 90er anfing, harte Musik zu hören, waren Heavy Metal-Abteilungen in größeren Plattenläden eher noch die Ausnahme. Nicht selten waren die Alben bei Pop/Rock einsortiert. Separate Neuheiten- und Chart-Regale gab es dagegen überall, schließlich sorgten diese beiden Bereiche für den meisten Umsatz. Mittlerweile kann der Umfang des Metal-Angebots in vielen Läden mühelos mit dem des Pop/Rock-Standardprogramms konkurrieren. Ein Hauptgrund dafür dürfte die Verlagerung des Mainstreamumsatzes auf Aktionsangebote sein. In den letzten vier Wochen suchte ich gleich zweimal vergeblich im A-Z-Sortiment (DVDs, 24 und 300 (=324?)), nur um auf Nachfrage bei den Preisschlagern doch noch fündig zu werden. Diese Tendenz erleichtert der Käuferschaft zwar die Entscheidung, entmündigt sie aber zugleich. Denn Newcomer, die nicht das Glück hatten, bei einer größeren Plattenfirma unterzukommen, werden zu Bückware degradiert - wenn sie überhaupt noch ins Sortiment genommen werden. Ich persönlich mag es herumzustöbern und begrüße es, wenn das Angebot komplett und alphabetisch sortiert ist. Um einen Überblick zu bekommen, konnte man früher einfach fragen. In altgedienten Metal-Läden (und besseren Multimediakettenfilialen) geht das auch heute noch. Aber wenn die Entwicklung - sowohl der Veröffentlichungsflut als auch der Sortimentausdünnung - ungehindert weitergeht, wird es im Heavy Metal irgendwann ebenfalls eine Zwei-Klassen-Gesellschaft geben.

Couchmusiker vor: Punk-O-Matic

Monday, January 7. 2008
Punk-O-MaticPunkrock aus dem PC ist definitiv nicht punk, darüber brauchen wir glaube ich nicht diskutieren. Kann aber trotzdem Spaß machen. Zumindest mit Punk-O-Matic, einem Punkband-Generator mit Schlagzeugtrack und zwei Gitarrenspuren, die mit verschiedenen schrammeligen Pattern oder im Zufallsverfahren mit Riffs und Punkloops befüttert werden können. Sid Vicious würde sich vermutlich im Grabe umdrehen aber das ist mir jetzt ganz punkig einfach mal egal! ;)

Mögliche Maßnahmen gegen die Verbreitung von noch unveröffentlichten CDs

Sunday, December 30. 2007

Die Tonträgerindustrie beklagt sich (zu Recht), dass schwarze Schafe im Musikjournalismus die vorab zugesandten Promos (illegal) im Internet verbreiten. Als Gegenmaßnahme werden seit geraumer Zeit immer wieder Promo-CDs verstümmelt, d.h. es gibt Voice Overs (eine freundliche Stimme, die alle zwei Minuten mitteilt, was man gerade hört), Pieptöne (Piep, Piep, kleiner Satellit?) oder Überblendungen, bei denen die erste und letzte halbe Minute von jedem Stück ineinander übergehen (so wird jedes Album zum überlangen Progressive Metal-Epos). Dadurch wird das Hörerlebnis zum Teil erheblich gestört - was natürlich Sinn der Sache ist. Besagtes Hörerlebnis ist jedoch zentraler Bestandteil einer Rezension, so dass man vor der paradoxen Aufgabe steht, etwas zu besprechen, das man nicht vollständig gehört hat. (Was Vampster dazu bewegt hat, derartige Promos nicht mehr zu besprechen.)

Man kann über das Ausmaß der Hörerlebnisstörung diskutieren. Ich finde allerdings, dass man sich das sparen könnte, wenn die Plattenfirmen Anstrengungen unternähmen, die eingangs erwähnten schwarzen Schafe zu identifizieren und ihnen den Hahn abdreht. Man könnte die Promos individuell zu markieren, zum Beispiel mit einem kaum bzw. nicht hörbaren Morsecode am Ende eines Songs. Der Aufwand wäre hier natürlich groß. Einfacher wäre es, systematisch immer einem Pressevertreter eine volle Promo-Version zu schicken und allen anderen eine verstümmelte. Mittelfristig könnte man so feststellen, wo die undichten Stellen sind. Wenn mehrere Label koordiniert agieren, könnten man über kurz oder lang die Übeltäter ausmachen und sie vom Verteiler streichen. Dazu braucht es keine gerichtlichen Sanktionen. Möglicherweise hätte man nach zwei etwas arbeitsintensiveren Monaten bereits alle Verantwortlichen identifiziert und müsste nicht mehr Pauschalanschuldigungen machen.