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Kleine Bitte an CD-Läden


CD-Seitenansichten

Sowohl in den CD-Supermärkten der großen Einheitsketten, als auch bei der Underground-Plattenbörse steht man als Fan vor Herausforderung, sich einen Überblick über das Angebot zu verschaffen. Ich persönlich halte gerne Ausschau nach Alben, die ich bereits besitze, um nach dem Prinzip der Ähnlichkeit Neues zu finden bzw. Sammlungslückenstopfer aufzuspüren. Die Kauflust wird in den meisten Fällen jedoch gleich zu Beginn gedämpft, weil man von den meisten (wenn nicht sogar allen) CDs im Angebot lediglich die Kunststoffoberseite sieht, die bei fast allen Alben gleich ausschaut. Schuber, Boxsets und dergleichen bilden die einzige Ausnahme.

In CD-Läden gibt es häufig Treppenregale, bei denen man von einem Bruchteil der CDs die Titelbilder sehen kann. Man wird dadurch dazu verleitet, nur einen selektiven Ausschnitt des Angebots überhaupt wahrzunehmen. Wer ernsthaft stöbern will, läuft Gefahr, sich einen Fingermuskelkater zu holen: tcktcktcktcktcktck - Pause - tcktcktcktcktcktck - Pause - tcktcktcktcktcktck - Schritt nach rechts - tcktcktcktcktcktck - Pause - tcktcktcktcktcktck - Pause - tcktcktcktcktcktck - ...

Was bei LPs aufgrund des Formats noch die vernünftigste Lösung war, wurde auf die CDs übertragen. Dabei bietet hier der Hüllenrücken genügend Platz für die Titelangaben in einer lesbaren Schriftgröße! Besonders bei CD-Börsen, wo die Ware in überfüllten Schachteln feilgeboten wird, benötigt man bisweilen größere Kraftanstrengungen, um zumindest die oberen Zentimeter der Covers zu erkennen, auf denen dann besonders bei kleineren Bands oft genug nur undefinierbares Artwork zu sehen ist. Gerade hier wäre es doch gut möglich, die CDs um 90 Grad zu drehen, so dass man auf einen Blick (und ohne Lärmentwicklung) den Inhalt erkennen kann. Klar, dann müssen jene, die trotzdem lieber nach Titelbildern stöbern wollen, den Kopf verdrehen. Das sollte aber für Metal-Fans, die stundenlang headbangen, kein Problem sein. Nun muss nur noch bei den Verantwortlichen das entsprechende Problembewusstsein geschaffen werden.


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Comments

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  1. adognamedfish says:

    Stimmt, wobei es auf Metalbörsen durchaus einige Händler gibt, die diese Problematik erkannt haben ^^.

    Die amerikanische(?) Alternative Band- und Albumname einfach mittels eines extra Klebestreifens auf der Kunststoffseite zu platzieren ist in meinen Augen sogar noch schlimmer. Denn diese Mistdinger kriegt man fast nicht abgelöst. Wenn doch, dann sollte man das Jewelcase am besten gleich mit Terpentin nachreinigen, damit die Hülle - Kleberrückstände sei Dank - nicht überall hängen bleibt. Besonders Relapse scheint das aber herzlich egal zu sein.

  2. Anonymous says:

    Ja, diese Klebestreifen sind ganz großes Kino...


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