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Media Control Revisited

Saturday, April 26. 2008

Es ist schon eine Weile her, da habe ich hier die neue Bewertungsgrundlage für die Charts seitens Media Control kommentiert. Nun hatte ich gestern ein Erlebnis, welches mir eine direkte Folge eben dieser neuen Wertung von CD Verkäufen nach Umsatz statt Absatz zu sein scheint.

Angefangen hat alles letzte Woche als ich beim Elektrogroßhandel um die Ecke, nennen wir ihn der Einfachheit halber mal Uranus, die neue WHITESNAKE-CD erblickte, in der Normal-Edition für 17,99. Es war am Veröffentlichungstag. War mir zu teuer, also habe ich sie liegen lassen. Als ich dann gestern wegen der neuen TESTAMENT-CD selbiges Ladenlokal erneut aufsuchte kostete die CD plötzlich nur noch 13,99.

Vier Euro Preissturz in einer Woche? Ob das mit der neuen Wertung von CD Abverkäufen für die Charts zu tun hat? Man weiß es nicht...

PS: Ja, ich war so doof und habe mir die neue TESTAMENT sofort geholt anstatt auch hier auf den unvermeidlichen Preissturz zu warten? Dumm? Irgendwie schon, oder?

PPS: Eigentlich müsste man ja jetzt bei JEDER CD ein bis zwei Wochen mit dem Kauf warten, dann würden sich gewisse Leute vielleicht mal Gedanken machen. Als Konsumenten haben wir diese Macht. Aber wie ich an mir selbst sehe ist das manchmal gar nicht so einfach...

Muppets sind Metal

Monday, April 14. 2008
Am Samstagabend sollte es statt dem lokalen Metalkonzert etwas anderweitig ausgerichtete Kultur sein. Also zuerst zur mit gepflegtem Bluegrass unterlegten Stand-Up Comedy vom ehemaligen PINK FLOYD-Sessionbassisten Guy Pratt und danach abspacen zum SIGUR ROS "Heima"-Musikfilm in der Nocturne. Nach soviel gepflegter Atmosphäre umringt von schmerzhaft normalen Menschen schreit das Herz nach einem Kontrastprogramm.

Also flugs zum lokalen Metalkonzert, um zu schauen, wer aus dem Freundeskreis an diesem Abend als Alkleiche endet. Und natürlich gibt es eine Diskussion, nach welcher man wieder um eine Metal-These reicher ist: Die Muppetshow ist Metal.

Folgende Videoclips gereichen zur Argumentation für diese These:
1. Welcher Metaldrummer wollte am Anfang seiner Tage NICHT wie Animal sein? Clip 1 beweist: keiner.



2. Wer wollte nicht sofort eine Viking Metal-Band gründen, nachdem er diesen Clip gesehen hat? Clip 2 beweist: keiner.



Dass die Sesame Street Metal ist, wird ebenfalls schon lange vermutet. Kein Wunder, wenn Ernie und Bert einem anhand von LAST DAYS OF HUMANITYs "A Divine Proclamation for Finishing the Present Existance" endlich erklären, was die Essenz des Brutal Death Metals ist (abgesehen von der Live-Umsetzung am MOUNTAINS OF DEATH-Festival):



I rest my case.

Für die Musikindustrie läuft es wieder besser

Wednesday, April 2. 2008
Der Bundesverband der Musikindustrie hat in seiner Jahrespressekonferenz bekannt gegeben, dass es aufwärts geht - ganz vorsichtig formuliert: "Die Signale zur Wende zum Besseren mehren sich", so steht es in der Pressemitteilung. Rund 149 Millionen CDs wurden 2007 verkauft - ungefähr genauso viele wie 2006. Der Download-Markt wächst, rund 35 Millionen Downloads entsprechen einem Plus von fast 40 Prozent. Wie viel CDs und Downloads von Metal- und Rockfans gekauft wurde, lässt sich leider nicht sagen - ich vermute aber, dass es eine eine ganze Menge war.

Doch so einfach ist es nicht: Längst vorbei sind die fetten Jahre, in denen man Fans schröpfen konnte mit lieblos gemachten CDs, mit Neuauflagen und zusätzlichen limitierten Editionen mit Bonusmaterial, die erst Wochen nach der Veröffentlichung im Laden stehen. Wer heute Musik verkaufen will, muss mehr bieten: Unkomplizierte, günstige Downloads und - für alle, die sich mit digitaler Musik nicht anfreunden können - CD-Editionen, die mehr sind als eine Plastikscheibe und ein dünnes, vierseitiges Booklet. Ich wünsche mir deshalb, dass es trotz des Trends zum digitalen Geschäft auch weiterhin schöne Digipacks, Box-Sets, LPs und aufwändige Special Editions geben wird.