Metal aus Schweden! Damit dürfte schon alles gesagt sein, oder? Bisher fand ich die Band um Gitarrist und Gründungsmitglied Fredrik Mannberg einfach zu durchschnittlich, um mich restlos begeistern oder von den Socken hauen zu können. Nein, Alben wie z.B. „Afterlife“ (2000) oder „The Sacred Talisman“ (1999) waren nicht schlecht, aber man hatte das alles eben schon tausendmal bei Bands wie IRON MAIDEN, GAMMA RAY oder HELLOWEEN gehört.
So können NOCTURNAL RITES auch im Jahre 2002 nicht mit einem Preis für das originellste Album rechnen. Aber muss ja auch nicht. Fakt ist, dass die Schweden das, was sie machen, gut machen. Interessant und positiv zu bewerten ist auf jeden Fall die Tatsache, dass die Band auf Abwechslung recht großen Wert gelegt hat und mit „Shadowland“ (zehn Songs, 46:45 Min.) beweist, dass man sich auch in den relativ engen Grenzen des Power Metal-Genres in mehr als nur eine Richtung bewegen kann.
„Shadowland“ kann man ohne Bauchschmerzen weiterempfehlen
Das erstmalig von Daniel Bergstrand produzierte Album überzeugt durch bombastische Arrangements, Doublebass-Geballer, stampfende Mid-Tempo-Kracher, dezenten (aber passenden) Keyboardpassagen und einem wirklich sehr, sehr guten Sänger Jonny Lindqvist, der bei weiteren Leistungen wie dieser recht bald in einem Atemzug mit den Herren Kiske oder Deris genannt werden dürfte.
Zum ersten Mal kann ich ein NOCTURNAL RITES-Album ohne Magengrummeln weiterempfehlen. Besser und abwechslungsreicher als HAMMERFALL (die unterm Strich ja dreimal dieselbe Scheibe rausgebracht haben) sind die(se) Schweden allemal…
Spielzeit: 46:45 Min.
Line-Up:
Johnny Lindqvist (Vocals)
Fredrik Mannberg (Guitar)
Nils Norberg (Guitar)
Nils Eriksson (Bass)
Owe Lingvall (Drums)
Mattias Bernhardsson (Keyboards)
Produziert von Daniel Bergstrand
Label: Century Media
NOCTURNAL RITES „Shadowland“ Tracklist
- Eyes Of The Dead
- Shadowland
- Invincible
- Revelation
- Never Die
- Underworld
- Vengeance
- Faceless God
- Birth Of Chaos
- The Watcher