HEADBANGERS OPEN AIR 2005: Der Garten brennt wieder
Avenger | Ravensthorne | Primordial
Freitag, 08. Juli 2005
Mitrhil | Maverick | Black Majesty | Inner Wish | Necrodeath | Weapon | Ravensthorne | Rival | Heathen
Samstag, 09. Juli 2005
Carpediem | Mystery Blue | Gun Barrel | Mirror of Deception | Gaskin | Undercroft | Warrant | Wizard | Attacker | Tyrant´s Reign | Damien Thorne
Im hohen Norden gibt es eine Party, die in dieser Form wohl einmalig ist: Nordlicht Thomas stellt seinen Garten und Hof zur Verfügung und veranstaltet hier im flachen Land sein achtes HEADBANGERS Open Air. Der Garten wird zur Partymeile umgestaltet mit Bierzelt, Futterbuden und "Pizzeria" auf der Terrasse, der Hof wird zum Festivalgelände mit kleiner, aber ausreichender Bühne, Verkaufsstände gibt´s in der Garage. Und mittendrin an die 1000 Metalheads, ein paar Kids, neugierige Dorfbewohner und eine fleißige und meistens gutgelaunte Crew. So kommt man, wenn man einmal diese Atmosphäre erlebt hat, gerne wieder. Nachdem ich zuletzt beim HOA 2003 dabei war, war die Neugier natürlich groß, was sich geändert hat. Der Campingplatz ist, wohl wegen der wachsenden Zahl an Besuchern, etwas hinter das Grundstück gewandert. Aber ansonsten ist, abgesehen von ein paar mehr Besuchern, alles beim Alten - und das ist gut so!
Nach der gemütlich-feuchten Anreise in den hohen Norden zeigte sich der Zeltplatz noch mager belegt, auf dem Backstage-Gelände ist noch totale Ebbe. Noch eben zur Belustigung der schon erfolgreich angesiedelten Menschen im Regen das Zelt aufgebaut. Zwei überaus nette Gesellen aus dem nordischen Dithmarschen ersparen mir das hoffnungslose Rumgeblase an der Luftmatratze, indem sie uns mit einer elektrischen Pumpe weiterhelfen und extra ihr Auto an den Zaun fahren, weil unser Zigarettenanzünder nicht geht. Danke Jungs!!!
Warm-Up-Show 07.Juli.2005 (nach oben...)
Die Warm-Up-Show findet diesmal im Saal einer Pizzeria statt direkt im nächsten Dörfchen. Die "Cantina" erweist sich als gemütlicher Laden und ist schon recht ordentlich gefüllt. Als erstes läuft uns Gitarrist Fred von THEE PLAGUE OF GENTLEMEN über den Weg, die Band, wegen der wir eigentlich schon zur Warm-Up-Show angereist waren. Die Belgier mussten als Erste raus und haben bereits ihren Gig hinter sich. Die Portugiesen IRONSWORD sind nicht gekommen, sodass das Programm kurzfristig umgestellt wurde und nun neben THEE PLAGUE OF GENTLEMEN, AVENGER (UK) und PRIMORDIAL heute die Amis RAVENTHORNE, die erst für den Freitag geplant waren, einen spontanen Zusatzgig spielen.
AVENGER
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RAVENSTHORNE
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Statt IRONSWORD, deren Absage sichtlich viele Leute enttäuscht hat, besteigen also RAVENSTHORNE die Bühne. Als die Amis mit "Possessed by Evil" loslegen, findet man die meisten Leute noch draußen in der Pizzeria und vor der Cantina. Das ändert sich schnell, mit ihrem oft fast thrashigen US-Metal ziehen sie die Leute doch schnell vor die Bühne. Songs wie "The house of the damned", "Buried in the basement", "Gates of hell" oder das groovende "Lust for a vampire", hier erinnern nicht nur die KING DIAMOND-mäßigen Vocals sehr an frühe MERCYFUL FATE, bringen Stimmung in die Bude. Die Augen sind natürlich auf Sänger Bill Jannusch gerichtet, der mit seinem bemaltem Gesicht und seinem schwarzen Umhang optisch wie eine Mischung aus dem King und ALICE COOPER wirkt. Seine Stimme ist über jeden Zweifel erhaben, von metallisch rau bis zu schmerzenden Screams ist Abwechslung geboten. Auch die Songs sind sauber gespielt, bieten reichlich Abwechslung und bestätigen, warum RAVENSTHORNE schon lange Kultstatus haben. Ein super Appetithäppchen für die Show am nächsten Tag - nur der immer noch eher schlechte Sound nahm etwas die Power raus.
Ein Blick zurück in die Cantina macht deutlich, dass man hier schon beim HEADBANGERS ist: die Leute sind bestens gelaunt, man sieht viele Gesichter, die man auch die Jahre vorher gesehen hat, die Bands sind mittendrin und die lockere Atmosphäre dieses Abends lässt einen mit Freude an das kommende Wochenende denken. Draußen wirds langsam kalt und auch die letzten Nachzügler sind angekommen, sodass die Cantina jetzt proppevoll ist.
PRIMORDIAL
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Grund dafür ist natürlich auch die PRIMORDIAL-Show, welche wohl auf dem Open Air etwas deplaziert gewesen wäre, diesem Abend aber einen interessanten Kontrast zum reinen Metalsound beschert. Schon bei den ersten aktuellen Songs "The golden spiral" und "The gathering wilderness" ist dann entsprechend die Hütte gerammelt voll. Das wirkt sich auch auf den Sound aus, vielleicht hat der Mischer auch nur die Watte aus den Ohren genommen. Zwar immer noch schweinelaut, aber merklich differenzierter macht es einfach Spaß, vor allem der interessanten Gitarrenarbeit von Ciáran und Michael zuzuhören. Und dazu gibt es bei tiefgehenden Songs wie "Sons of the Morrigan", "Gods of the godless", "Journey´s end", "The song of the tomb" reichlich Gelegenheit. Frontmann A.A. transportiert die Vocals mit heidnischen Gesten und blutverschmiertem Körper fesselnd ins Publikum und hat dieses schnell im Griff. Aber irgendwie kommt das über die Länge des Sets dann doch etwas zu plakativ und aufgesetzt, irgendwann wissen es alle im Saal, dass wir alle Brüder (was ist mit den Schwestern?) sind. Aber die PRIMORDIAL-Songs basieren ja nicht auf den Frontmann, die Größe der Stücke entsteht aus dem Gesamtbild. Also Augen zu, einfach der Musik lauschen und ab gehts ins alte Irland mit seinen wilden und mystischen Geschichten. Erst die heftigere Nummer "The burning season" holt einen als Abschluss wieder in die Realität zurück. Obwohl ich das Stageacting von A.A. etwas überzogen finde und sein Rumgerotze auf der Bühne echt eklig war (der Rest der Band zockte in sich gekehrt, aber mit erkennbarer Leidenschaft für die eigene Musik), war es ein klasse Abschluss der Warm-Up-Show.
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Auch wenn danach die ersten Leute den Abflug machten, die Cantina war noch bis spät in die Nacht gut gefüllt, ebenso wie die meisten Leute, die noch stundenlang mit netten Plaudereien Geschichten über den Sinn des Lebens und Metal im Wandel der Zeiten austauschten.
Freitag, 08. Juli 2005
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MITHRIL
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MAVERICK
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Bei den Japanern MAVERICK zog es dann schon mehr Neugierige in den Hof und die bekamen einen wirklich vergnüglichen Gig geboten. Irgendwo zwischen Kollegen wie LOUDNESS und EARTHSHAKER mit ein paar Anleihen bei HELLOWEEN ging musikalisch gut das Sushi ab, aber auch ohne Songs wie "Endress smile", "Gone are the days" und "Pull me under" waren allein schon die japanischen Ansagen sehr unterhaltsam - nur hin und wieder erkannte man was wie "Germany" oder "Heavy Metal Maniacs". Der Basser brachte mehr als ungesunde Verrenkungen zustande und der Rest poste sich durch sämtliche Klischees, was bei dieser Band überaus witzig und sympathisch rüberkommt. Fernab der Bühne zeigten sich die Jungs dann deutlich schüchterner, was aber sicher auch an der Sprachbarriere lag. Immerhin hatten sie den besten Logenplatz, die Japaner wohnten im alten Kornsilo mit Schlafzimmerfenster direkt auf die Bühne.
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BLACK MAJESTY
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Bei dem strahlenden Sonnenschein kam das aber zum Glück nicht so sehr zur Geltung. Sonne im Herzen hatte auch der kurzfristig eingesprungene Aushilfsdrummer, der sich sauber und mit sichtlicher Spielfreude durch den Set trommelte.
INNER WISH
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NECRODEATH
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Das sehr US/Power-Metal-lastige HOA bringt auch immer mal eine Band aus heftigeren Lagern, was der Abwechslung in Programm zu Gute kommt. Das man nicht jeden Geschmack treffen kann ist da ganz klar. So brauchen die Italiener von NECRODEATH gerade eineinhalb Songs, um mich zum Zelt zu vertreiben. Mit einem aggressiven Mix aus Thrash, Black und Punkigem ist das für mich einfach die falsche Musik am falschen Ort - es ist mir für das relaxte Feeling auf diesem Festival einfach zu heftig. Das sehen durchaus mehr Leute so, aber eine Schar harter Gesellen geht vor der Bühne gut ab und die Italiener zocken unbeirrt ihre derben Attacke von der Bühne. Ok, ganz erfolgreich ist meine Flucht dann doch nicht, gefangen vorm MIRROR OF DECEPTION-Zelt bekommt man den Gig komplett mit. Mit dem VENOM-Cover "Countess bathory" lassen NECRODEATH dann auch noch mal aufhorchen.
WEAPON
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RAVENSTHORNE
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Das Programm ist fast identisch mit dem von Gestern, kommt daher nicht mehr so spannend. Aber für viele Fans ist heute RAVENSTHORN-Premiere, und Songs wie "Possessed by Evil" und "Buried in the basement" überzeugen erneut, ebenso wie der Gesang von Horror-Blondie Bill. Den guten Mann wird man dann auch den Rest des Festivals immer wieder sehen. Meist etwas schwankend mit verschmierter Schminke genießt er sichtlich das Partyleben, sucht immer wieder Kontakt und lässt kaum eine Gelegenheit für ein Schwätzchen aus oder feiert die anderen Bands vor der Bühne.
RIVAL
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HEATHEN
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Dieses HEADBANGERS hatte ja nun reichlich wirklich gute Bands anzubieten, ab was dann kam, war wohl nicht von dieser Welt. Schon der Auftakt "Hypnotized" stellte klar, dass hier auf einer ganz anderen Ebene gezockt wurde. Egal welchen Song die Band aus dem Ärmel zog, mit Hammertracks wie "Death by hanging", "Victims of deception", "Break the silence", das spannende Instrumental "Opiate of the masses" oder die überlange balladeske Bandhymne "Heathen`s song", sowie zwei starke neue Stücke, machten die Jungs sowohl spielerisch als auch von der Performance her keine Gefangenen. Die Band spielte ihren immer melodischen Sound im ganz eigenen HEATHEN-Groove tight wie sonstwas und auf der für diese Band viel zu kleinen Bühne war immer ohne Ende Bewegung. Diese Professionalität, vorgetragen mit echter Spielfreude, legte ein Level vor, das meiner Meinung nach allerhöchstens noch etwas von ATTACKER angekratzt werden sollte. Sänger Dave dirigiert die Meute nach Lust und Laune, die Band schrubbt böse schauend, aber mit viel Spaß inne Backen die Songs runter und besonders das Gitarrenspiel von Lee Altus und Ira Black ist immer gut für offene Münder. Rock Hard-Götz gab sich die Ehre, das THIN LIZZY-Cover "The holy war" mit seiner zarten Stimme zu veredeln, RANDALICA lässt grüßen! Die Ehrfurcht, die man in den 80ern den Bay-Area-Bands entgegenbrachte, verdienen die Herren HEATHEN auch heute noch ohne Abzüge, schließlich liegen die Wurzeln der Band in der großen Zeit der San Franzisco-Thrasher. Gerade Dave erwies sich auch später als sehr sympathischer und höchst interessanter Mann, der einen auch am nächsten Tag noch mit Namen anspricht und mit seiner natürlichen Art klar Punkte macht.
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Nach dieser Hammer-Show ist dann aber recht bald Ruhe im Garten, fast alle trollen sich Richtung Zelt um noch dort ein Gute-Nacht-Bierchen zu nehmen oder gleich in den Schlafsack zu rutschen. Keiner nervt mit Blechsound aus der Autoanlage oder unkontrolliertem Gehabe. So merkt man dann doch schnell, dass sich hier im Brande wohl wirklich noch Fuchs und Hase Gute Nacht sagen.
Samstag, 09. Juli 2005
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Genauso entspannt beginnt dann auch der Samstag. Das Wetter ist angenehm sonnig, aber nicht zu warm, und bald trudeln die ersten Leute zum Frühstück an. Wer sich nicht selber was mitgebracht hatte, konnte auf der Terrasse direkt am Wintergarten seine Frühstücksbrötchen kaufen und Kaffee trinken. Da schlurfen dann die Musiker in der Jogginghose vom Zähneputzen zum Frühstück, auf dem Zeltplatz steigen schon die ersten Wölkchen vom Grill auf und auch sonst ist es auffallend, wie gemütlich hier alles abläuft. Diese Atmosphäre gibt es wohl nur beim HEADBANGERS. Ganz pfiffig die örtliche Bäckersfrau: verwundert über die vielen finster ausschauenden, aber freundlichen Gestalten, die ihren Laden im Dorf aufsuchen, kriegt sie dann doch raus, dass da wieder das Rockfestival ist. So packt sie ihren Golf voll mit Backwaren und stellt sich einfach vor den Eingang zum Campingplatz. So ist dann auch für die Langschläfer und Käsebrötchenverpasser noch das Frühstück gesichert. Das war leider ein ganz klares Manko am HEADBANGERS: es gab nahezu nur Fleischfutter. Wer Fleischlos lebt, dem blieb nur die nackte Pizza Margarita und das war`s. Und mit dieser Meinung stand ich ganz und gar nicht allein da, auch viele andere haben das bemängelt. Wenigstens `ne Pommesbude sollte noch drin sein. Aber nachdem die Rettung in Person der Bäckersfrau auftauchte, ging es doch ohne knurrenden Magen vor die Bühne.
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Ein Problem ist allerdings das Festival-Klo. Der kleine Wagen mag gerade noch für die Leute ausreichen, aber wenn schon am Donnerstagabend der Klodeckel wegfliegt und es auch sonst nicht wirklich gemütlich ist, übertreibt man es mit 50 Cent Klogebühr doch etwas. Dafür bekommt man sogar in WACKEN ein sauberes und heiles Plätzchen geboten. Obwohl es ja etwas schwer fällt, über die fehlende Sauberkeit zu nörgeln. Wenn der überaus nette und zumindest schon beim HOA 2003 anwesende (farbige) Klomann nach dem zigsten Spruch vom "schwarzen Mann" und noch primitiveren Worten keinen rechten Bock mehr hat, den Dreck eben dieser Leute wegzuwischen, ist das durchaus verständlich. Ein angemessener Klowagen sollte trotzdem drin sein, oder eben für die Low-Budget-Sitzung nur ein symbolischer 10er oder 20er.
Unglücklich ist auch die Sache mir dem Sound. Natürlich kann der Soundmann und auch der Lichttyp nicht das Maximum rausholen, wenn der Pult seitlich nahe an der Bühne steht. Da helfen die engagierten Stagehands auch nicht mehr weiter. Das HOA hat mittlerweile soviel Klasse, da sollte man bei der Technik keine Abstriche machen. Stellt den Jungs endlich ein eigenes Häuschen auf den Hof und das mit dem schlechten Sound oder ungünstig platzierten Lampen wird erledigt sein!
CARPEDIEM
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MYSTERY BLUE
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GUN BARREL
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MIRROR OF DECEPTION
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Dann bereitet sich alles auf die erste Portion Doom auf dem HOA vor, auch Donnergott Thor ist eigentlich Doomer und verdunkelt passend zum Gig von MIRROR OF DECEPTION den Himmel, um dann exakt zum Showbeginn einen gewaltigen Donnerschlag loszulassen. THUNDERSTORM würden wohl alles geben für so einen Auftakt! Vor der Bühne sieht man die bekannten Gesichter, der Regen sorgt dann schnell dafür, dass sich noch mehr Leute vor der Bühne drängeln. Auf der Bühne gibt es genau das, was man von MOD mittlerweile kennt: die Band präsentiert sich spielfreudig, total natürlich und hat eine Setlist vorzuweisen, die einen klasse Song nach dem anderen bietet. Natürlich vermisst man als Fan so manchen Klassiker, aber das Augenmerk liegt natürlich auf den Songs der aktuellen Scheibe "Foregone". Schließlich gilt es, einem Publikum voll mit traditionellen Metalheads den Doomsound von MOD näherzubringen. Aber neuere Stücke wie "Bleak", "Foregone way", "The ship of fools", "Deception island", Songs wie "Endgleiten" (auf das befürchtete Entkleiden verzichtet Siffi heute) und "Vanished" oder der Oldie "Asylum" werden von den Fans gefeiert, wer MOD bisher nicht kannte war absolut begeistert. Nur wenige wenden sich ab, weil ihnen der orthodoxe schwerfällige Sound der Schwaben überhaupt nicht gefällt. Besonders klasse auch Aushilfsdrummer Matze (SACRED STEEL), der nach nur zwei Proben einen amtlichen Job macht. Zwar versemmelt er den Anfang von "Foregone way", aber Band und Publikum sehens locker und der Song wird einfach noch mal ans Ende des Sets gesetzt. Auch Petrus ist mehr als zufrieden und lässt nach der Show seine Regenwolken verschwinden.
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GASKIN
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UNDERCROFT
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Dann ist es wieder an der Zeit, die Flucht zu ergreifen. Die Chilenen UNDERCROFT stürmen die Bühne und ballern der kleinen Scharr ihren simplen, aber durchaus durchschlagkräftigen Brutalo-Thrash mit gelegentlichem SEPULTURA-Touch um die Ohren. Fernab vorm MOD-Zelt wird aber schnell deutlich, dass sich kaum Abwechslung in den Songs erkennen lässt. Irgendwann ist dann komplett Ruhe (technische Probleme am Bass), und bevor es weiter geht nutze ich die Pause, um im Zelt über den Sinn des Lebens nachzudenken und....verpenne den Gig der zweiten Doom-Band, den Italienern ALL SOULS DAY!
Vom Zelt aus bekomme ich nur noch die letzten Töne von "The sinner" und das CANDLEMASS-Cover "Under the oak" mit, welches mehr als klasse rüberkommt. Sänger Alberto hat eine kraftvolle Stimme, und die Band spielt den Song sauber und druckvoll. Aaarg, hab ich mich geärgert, und die entsprechenden Sprüche der anderen Doomster waren mir sicher. Die Band aus Verona erweist sich dann, sicher auch durch fehlende englische Sprachkenntnisse, als eher schüchtern und verkriecht sich in dem gigantischen Wohnmobil, mit dem sie angereist sind.
WARRANT
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WIZARD
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Keine Ahnung, warum WIZARD die Meinungen so spalten. Ein Haufen Leute geht an die Bierstände, während sich eine beachtliche Meute vor der Bühne versammelt. Und das ist gut so, denn WIZARD bieten eine klasse Metal-Show, die natürlich vor Klischees nur so klebt. Aber die Jungs stehen zu ihrer Mucke und bringen ihren mehr als truen traditionellen Metal ehrlich rüber mit viel Spaß und Power. Der Gesang von Sven kommt wirklich gut, und sein Gepose passt perfekt zum Sound der Band. Songtitel wie "Fire and blood", "Call of the wild", "Circle of steel", "Metal" und "Defenders of metal" machen deutlich, worum es hier geht und bieten genau die Portion Kitsch, die man erwartet. Eingepackt in griffige Songs mit reichlich Mitgröhlmelodien genau das Richtige, um die True-Metaller vor der Bühne glücklich zu machen. Nicht gerade mein Ding, aber auf diesem Festival ein mehr als passender Gig.
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ATTACKER
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Pünktlich zur ATTACKER-Show wird es dann wieder richtig eng vor der Bühne. Mit ihrem facettenreichen US-Metal, der immer mal wieder an schnellere METAL CHURCH erinnert, können die Amis auch nicht viel falsch machen. Die Tracks kommen von der 88iger-Scheibe "The second coming" wie "Emanon", "Captives of Babylon", "Desecration", "Revelations of evil", von der aktuellen Cd "Soul taker" gibt es "Soul taker", "Return to Mordor" und als Zugabe "Until we meet again". Am meisten abgefeiert werden aber die Songs vom 85iger Debüt "Battle at helm`s deep". Bei Klassikern wie "Slayer`s blade", und als Showdown "Discriple", "(Call on) The attacker" und "The hermit" geht das Publikum und die Band selbst am wie`n Zäpfchen. Aber auch die zwei mir unbekannten Songs "Nail it down" und "I am sinn" sind klasse Nummern, wahrscheinlich Appetithäppchen für die bald erscheinende ATTACKER-Scheibe "The unknown". Die Band wirkt natürlich und macht auf der Bühne ordentlich Dampf, einzig die teilweise extrem hohen Vocals von Bob Mitchell, die nicht selten an David Wayne (METAL CHURCH) erinnern, gehen so manchen Leuten an die Substanz. Aber letztendlich passt diese eindringliche Stimme perfekt zur abwechslungs- reichen Power-Mucke der Band und sorgt mit dafür, dass diese energiereiche Show wohl das Highlight des Tages bleiben sollte.
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TYRANT´S REIGN
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DAMIEN THORNE
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So endet das achte HEADBANGERs und lässt wieder mal fast nur Begeisterung zurück. Es hat wieder verdammt viel Spaß gemacht, das Wochenende mit all den Metalheads, Metal-Queens, Metal-Kids, dem eher punkigen Metal-Dog (immer kräftig am Schnorren) und der netten HOA-Crew zu verbringen. Da freut man sich jetzt schon aufs neunte HEADBANGERS, erste Infos gibt es auf der HOA-Homepage.
HEADBANGERS OPEN AIR im vampster-Archiv
Es wurden 67 Artikel zu HEADBANGERS OPEN AIR im vampster-Archiv gefunden.Interview
HEADBANGERS OPEN AIR: nette Leute und ein ziemlich gutes Festival (07.07.2010)
Live
HEADBANGERS OPEN AIR 2010: Fragmente eines Festivalberichts (10.08.2010)
HEADBANGERS OPEN AIR 2009: Kult-Open Air oder WACKEN-Warm up? (14.08.2009)
HEADBANGERS OPEN AIR 2008: Der Festivalbericht (07.08.2008)
HEADBANGERS OPEN AIR 2007: Honeymoon im Metalgarten (11.08.2007)
HEADBANGERS OPEN AIR: Der Garten brennt (20.08.2003)
Multimedia
HEADBANGERS OPEN AIR: HOA 2008 [Doppel-DVD] (11.12.2009)
News
HEADBANGERS OPEN AIR 2010: ASKA raus, Running Order online (28.07.2010)
HEADBANGERS OPEN AIR 2010: GRAND MAGUS ersetzen WOLF (18.06.2010)
HEADBANGERS OPEN AIR 2010: DESTRUCTION mit ´Old-School-Set´ (31.05.2010)
HEADBANGERS OPEN AIR 2010: mit WOLF & SHOK PARIS (17.12.2009)
HEADBANGERS OPEN AIR 2010: mit MEKONG DELTA und ANVIL CHORUS (23.11.2009)
HEADBANGERS OPEN AIR: Termin und weitere Bands (23.09.2009)
HEADBANGERS OPEN AIR: weitere Bands für 2010 (22.07.2009)
HEADBANGERS OPEN AIR: Warm Up ausverkauft (03.07.2009)
HEADBANGERS OPEN AIR: Billingänderungen und Radio-Special (17.06.2009)
HEADBANGERS OPEN AIR: Absage und erste Bands für 2010 (02.06.2009)
HEADBANGERS OPEN AIR: Festival ausverkauft (29.04.2009)
HEADBANGERS OPEN AIR 2009: Tank spielen, Billing ist komplett (13.01.2009)
HEADBANGERS OPEN AIR 2009: MEMORY GARDEN & PILEDRIVER bestätigt (14.12.2008)
HEADBANGERS OPEN AIR 2009: VICIOUS RUMORS mit altem Sänger (09.12.2008)
HEADBANGERS OPEN AIR 2009: PRETTY MAIDS und HELSTAR auf dem Billing (27.11.2008)
HEADBANGERS OPEN AIR: THE RODS und RAZOR als Headliner (16.11.2008)
HEADBANGERS OPEN AIR 2009: Weitere Billing-Bestätigungen (05.10.2008)
HEADBANGERS OPEN AIR: mit ANGEL WITCH (27.08.2008)
HEADBANGERS OPEN AIR 2009: Q5 bestätigt (18.08.2008)
HEADBANGERS OPEN AIR 2008: Trailer online (27.06.2008)
HEADBANGERS OPEN AIR: 3 INCES OF BLOOD raus, DEATH SS letzte Show (17.04.2008)
HEADBANGERS OPEN AIR: Fünf neue Bands auf dem Billing, zwei Absagen (20.03.2008)
HEADBANGERS OPEN AIR 2008: PICTURE spielen Reunionshow (09.03.2008)
HEADBANGERS OPEN AIR: BENEDICTUM für SEVENTH CALLING (06.03.2008)
HEADBANGERS OPEN AIR: mit SODOM und BLAZE BAYLEY (21.01.2008)
HEADBANGERS OPEN AIR: Billing fast komplett (16.12.2007)
HEADBANGERS OPEN AIR 2008: Detente bestätigt (25.10.2007)
HEADBANGERS OPEN AIR 2008: Billingupdate (15.09.2007)
HEADBANGERS OPEN AIR 2008: DEATH SS neu auf dem Billing (12.09.2007)
HEADBANERS OPEN AIR 2008: SEVENTH CALLING bestätigt (06.08.2007)
HEADBANGERS OPEN AIR: Letzte Änderungen im Billing (29.06.2007)
HEADBANGERS OPEN AIR: Band-Battle am Freitag dem 13. (11.04.2007)
HEADBANGERS OPEN AIR: MALICE beim Warm Up (15.02.2007)
HEADBANGERS OPEN AIR: mit CANDLEMASS (10.02.2007)
HEADBANGERS OPEN AIR: Jubiläum im Metal-Garten (08.01.2007)
HEADBANGERS OPEN AIR 2007: die ersten Bands (20.08.2006)
HEADBANGERS OPEN AIR: Running Order online - neue Bands (01.07.2006)
HÖRNERFEST: HEADBANGERS OPEN AIR im Mittelalter (18.06.2006)
HEADBANGERS OPEN AIR: METAL CHURCH statt CANDLEMASS (20.05.2006)
HEADBANGERS OPEN AIR 2006: OCTOBER 31 spielen nicht (10.05.2006)
HEADBANGERS OPEN AIR: POWERSLAVE und TALES OF HORROR neu dabei (30.01.2006)
HEADBANGERS OPEN AIR 2006: HOLY MOSES und PRAYING MANTIS sind dabei (17.01.2006)
HEADBANGERS OPEN AIR 2006: CANDLEMASS sind bestätigt (25.10.2005)
HEADBANGERS OPEN AIR: erste Bands (29.09.2005)
HEADBANGERS-OPEN-AIR VIII: nur noch wenige Tickets (03.07.2005)
HEADBANGERS OPEN AIR: Warm-Up Show (09.06.2005)
HEADBANGERS OPEN AIR: Warm up Show (25.05.2004)
HEADBANGERS OPEN AIR: BREAKER spielen (09.02.2004)
HEADBANGERS OPEN AIR: INTRUDER spielen (07.10.2003)
HEADBANGERS OPEN AIR: Billing wächst (01.10.2003)
HEADBANGERS OPEN AIR: Termin für 2004 und erste Bands bestätigt (08.09.2003)
HEADBANGERS OPEN AIR: Letzter Neuzugang (25.06.2003)
HEADBANGERS OPEN AIR: Änderungen im Billing (24.06.2003)
HEADBANGERS OPEN AIR 2003: Victims Of Madness für Metal Works (12.06.2003)
HEADBANGERS OPEN AIR: Line-Up komplett (27.03.2003)
HEADBANGERS OPEN AIR 2003-News (22.01.2003)
HEADBANGERS OPEN AIR: das Line-Up für 2003 wächst (30.09.2002)
HEADBANGERS OPEN AIR: Das Billing (31.03.2002)
5.Headbangers Open Air 2002 (20.12.2001)
HEADBANGERS OPEN AIR IV: Billing (14.05.2001)






















Ich hab´ Andys Einladung, mit ihm in der Badewanne über die letzte CANDLEMASS zu diskutieren, abgelehnt.
