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ROUGH SILK: End Of Infinity

CD-Review vom 03.12.2003   drucken senden auf Facebook teilen





Auch ROUGH SILK aus Hannover drehen nun schon seit über zehn Jahren im Haifischbecken, das auch den Namen "Music-Biz" trägt, ihre Runden. Dass die Band bisher (trotz einiger Label- und Besetzungswechsel) noch nicht gefressen wurde, spricht für sie, wobei man aber nicht zu dem Umkehrschluß kommen sollte, daß es auch und nur die Schuld der Band ist, daß es zum ganz großen Durchbruch bisher noch nicht gereicht hat. An keinem der bisher veröffentlichten Alben gab es viel auszusetzen - und auch "End Of Infinity" - Studioalbum Nummer Sieben - bildet da keine große Ausnahme. 13 Songs (67:36 Min.) hat der Niedersachsen-Vierer (vom Debüt-Lineup sind nur noch Keyboarder Ferdy Doernberg und Basser Ralf Schwertner ununterbrochen dabei) eingespielt und handwerklich bzw. soundtechnisch ist erwartungsgemäß alles im grünen Bereich. Auch den Abgang von Sänger Thomas Ludolphy hat die Band hörbar gut verkraftet. Einen Nachfolger in dem Sinne gibt es nicht, denn die Band hat auf das Suchen und Intergrieren eines neuen Barden verzichtet, sondern die Sache selbst in die Hand genommen und den Gesang brüderlich unter den Bandmitgliedern (mit Ausnahme von Basser Ralf) aufgeteilt, so daß jeder der Herren drei Stücke einsang, wobei zwar keiner der drei das Prädikat "Weltklasse" verdient, aber jeder einzelne seine Sache wirklich und hörbar gut machte. Musikalisch gibt es nach dem "Who killed Vinyl"-betitelten Intro im "Spielmannszug"-Stil die bekannte und bombastische Mischung aus dem Besten von QUEEN und SAVATAGE. So erinnert "Set Me Free" in den Bereichen "Piano", "Gitarre" und "Chöre" wirklich fatal an QUEEN, doch auch der eher straighte Heavyrocker "Dolly The Sheep Meets Frank The Stein" lässt einen an das Schaffen von Freddie Mercury und Co. denken. Die Band schafft es auch immer wieder innerhalb eines Song zu überraschen. So wurde der an sich straighte Rocker "Carry On" mit Bläserklängen angereichert und einem Reggae-Feeling versehen, während "Lucifer`s Hotel" trotz eines bluesigen Parts eher in die "Metal Heart"-Phase ACCEPT tendiert. Etwas epischer, bombastischer und getragener klingt dagegen die Pianoballade "Ambrosia" (SAVATAGE meets QUEEN). Richtig heavy wird es beim vom Double-Bass-Geballer unterlegten "The Fiddler On The Skeleton Horse", dem schnellen "What If Darkness Was Brighter Than Light" (unterbrochen von MEAT LOAF-artigem Bombast) und beim recht flotten und QUEEN-esken "Isolation" - doch dafür klingt das epische "Mrs. Jealousy & Mr. Good" eher wie einem Musical entnommen. Abgerundet wird dieses wirklich gute und abwechslungsreiche Album durch die teilweise wirklich witzig-humorvollen Texte, einige interessante Soundeffekte und durch die Hinzunahme von eher Genre-unüblichen Instrumenten wie Ukulele, Flöte, Posaune, Buzuki, wodurch einige neue und interessante Klangfarben entstanden. Für Fans von QUEEN und SAVATAGE ein unbedingtes Muß...

Spielzeit: 67:36 Min.

Line-Up:
Ferdy Doernberg
Herbert Hartmann
Nils Wunderlich
Ralf Schwertner



Produziert von Ferdy Doernberg
Label: Point Music

Homepage: http://www.rough-silk.com

Email: droehnwerk@aol.com

Tracklist:
1. Who Killed Vinyl?
2. Isolation
3. Lucifer´s Hotel
4. Restless Heart
5. Ambrosia
6. What If Darkness Was Brighter Than Light
7. My Little Friend
8. The Fiddler On The Skeleton Horse
9. Carry On
10. The End Of Infinity
11. Mrs. Jealousy & Mr. Good
12. Set Me Free
13. Dolly The Sheep Meets Frank The Stein




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