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DEEPRED: Prophetic Luster

CD-Review vom 25.12.2001   drucken senden

Es gibt viele Death Metal-Bands, die ihren großen Vorbildern vielleicht ein wenig zu sehr nacheifern; seit dem traurigen Ableben von Suffocation habe ich aber noch keine Band gehört, die so sehr nach Suffocation klingt, außer Suffocation selbst natürlich. Es wäre Frevel, wenn nicht sogar Blasphemie, würde eine Band glauben, sie könnte dem genialen Gitarristen-Duo Hobbs/Cerrito auch nur annähernd das Wasser reichen, aber trotzdem könnten DEEPRED sogar als offizielle Suffocation-Nachfolgeband durchgehen! So etwas passiert, wenn man zuviel "Pierced from Within" hört, auch wenn "Prophetic Luster" um einiges schneller, aber nicht viel weniger komplex oder technisch durch die gequälten Boxen rauscht. DEEPRED bemühen sich, ihren amerikanischen Death Metal stets abwechslungsreich und spannend zu halten, was ihnen meistens auch gelingt, auch wenn die Riffs und Tempiwechsel bzw. Breaks teilweise schon ein wenig berechenbar sind. Aber es ist ja noch kein Meister vom Himmel gefallen...

Alle Suffocation-Liebhaber sollten sich "Prophetic Luster" auf jeden Fall mal reinziehen, denn die kommen bestimmt auf ihre Kosten, auch wenn die Finnen die Originale natürlich nicht erreichen und ihnen eine größere Portion Eigenständigkeit sicher auch nicht schlecht zu Gesicht stünde. Aber "Prophetic Luster" ist für den ersten (?) Release schon sehr beachtenswert und man darf gespannt sein, wie sehr sich die fünf Musiker bis hin zum nächsten Release als Songwriter, Techniker und Individen entwickeln.

PS: In den USA wurde diese Scheibe übrigens vor längerer Zeit schon über Blunt Force Records, dem Label von Dying Fetus-Mitgliedern, veröffentlicht; dank Forensick Music wurde "Prophetic Luster" nun aber auch dem europäischen Markt zugänglich gemacht.
Label: Forensick Music


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