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EVERYTHING WENT BLACK: Cycles Of Light

CD-Review vom 29.01.2012   drucken senden

cdreview - EVERYTHING WENT BLACK: Cycles Of LightNa, wer sich nach einem BLACK FLAG-Album benennt, der hat schon halb gewonnen. Wenn er nun noch anständige Musik macht, dann ist alles klar. Und in der Tat, auch wenn Innovation im Hause EVERYTHING WENT BLACK nicht gerade groß geschrieben wird, der metallische Hardcore der US-amerikanischen Band rockt ordentlich. Mit eingängigen Riffs, treibenden Grooves und schönen Moshparts sorgen EVERYTHING WENT BLACK für Bewegungsfreude beim Publikum. Dabei ist nicht durchgehen Brutalität auf dem Debütalbum "Cycles Of Light" angesagt, neben der Brutalität gibt es auch ein paar Momente, in denen das Quintett weiß, wann es an der Zeit ist, sich ein wenig zurück zu halten. EVERYTHING WENT BLACK zerlegen ansonsten aber gekonnt zwischen THE HOPE CONSPIRACY, ENTOMBED, TRAP THEM und natürlich BLACK FLAG in einer knappen halben Stunde alles, was nicht niet- und nagelfest ist.

Die massive Produktion, der es zwar ein wenig an Dynamik mangelt, die aber dafür enorm drückt, sorgt zusätzlich dafür, dass die neun Songs durchaus unter die Haut gehen können. "Gods Of Atlantis", "Halo Of Vultures", "Thorn Feeders" und "Baptists" sind alle unterschiedlich geprägt und haben dennoch einen ähnliche Intensität. Mit "Parades" und "Kingdoms" zeigen die fünf aus St. Louis, dass es auch mal etwas ruhiger und bedrückender klingen kann. "Cycles Of Light" hat also so ziemlich alles, das eine gute Hardcore-Scheibe braucht: In aller Kürze wird alles auf den Punkt gebracht, und dennoch wirken EVERYTHING WENT BLACK nicht gehetzt, sie nehmen sich die Zeit über den Tellerrand zu blicken. Das Album ist düster, pessimistisch, hat aber unter der rauen Schale immerhin einen Funken Hoffnung versteckt.

Dass EVERYTHING WENT BLACK seit 2009 intensiv an ihrer Vision feilen, zeigt sich alleine dadurch schon, dass "Cylces Of Light" gleichzeitig abwechslungsreich wie in sich geschlossen ist, sowie daran, dass die Musiker gut aufeinander abgestimmt sind. Und auch wenn sein Geschrei sich nicht wirklich vom Rest des Genres abhebt, Brandon Hoffman führt seine Band sicher und selbstbewusst an. Nein, "Cycles Of Light" mag kein bahnbrechendes Album sein, aber es ist ein solides und routiniertes Album, das für EVERYTHING WENT BLACK, sofern sie dran bleiben und eine Tour nach der anderen fahren, ein ordentliches Sprungbrett darstellen kann. Also: Freunde von metallischem Hardcore, können zum Warmwerden vor dem heimischen Mosh mit TRAP THEM gerne zu "Cycles Of Light" greifen.



Veröffentlichungstermin: 10. Februar 2012

Spielzeit: 27:56 Min.

Line-Up:

Brandon Hoffman - Vocals
Chris Moore - Guitar
Chris Stanton - Guitar
James Ridling - Bass
Josh Van Hoorebeke - Drums


Label: Prosthetic Records

Homepage: http://www.everythingwentblack.us/

Mehr im Netz: http://www.facebook.com/EverythingWentBlackUS

Tracklist:

1. XI
2. Gods Of Atlantis
3. Halo Of Vultures
4. Lifeless
5. Parades
6. Thorn Feeders
7. Amongst Wolves
8. Kingdoms
9. Baptists



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