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UNLEASH THE SKY: Hopes, Doubts & Inbetween

CD-Review vom 18.01.2012   drucken senden

cdreview - UNLEASH THE SKY: Hopes, Doubts & InbetweenMit Ehrlichkeit kommt man heutzutage in vielerlei Hinsicht nicht mehr sonderlich weit. Für die eigene Integrität und die Außenwirkung ist ungeschminkte Aufrichtigkeit jedoch unabdingbar. Vielleicht liegt es genau an diesem offenen Umgang mit der eigenen Historie, dass UNLEASH THE SKY einen so sympathischen Eindruck vermitteln. Im Booklet erläutert Sänger Patrick die Hintergründe jedes einzelnen Songs und schreckt dabei auch nicht vor bitteren Selbsteingeständnissen zurück. Ausufernde Alkoholexzesse, gescheiterte Projekte und der anschließende Aufbau von etwas Neuem aus den zurückgelassenen Trümmern. Diese selbstreflexive und teils autobiographische Aufarbeitung der eigenen Vergangenheit zementiert schließlich den vielsagenden Albumtitel "Hopes, Doubts & Inbetween".

UNLEASH THE SKY ist trotz allem kein Projekt über zurückliegende Zeiten, sondern ein Blick nach vorne. Hoffnung und Optimismus schimmern durch jedes Riff, jeden Melodiebogen, jede Textzeile. Diese Authentizität ist es, die UNLEASH THE SKY im Ozean der Metalcore-Bands ihre Daseinsberechtigung gibt. Das Quintett schwimmt nicht einfach mit dem Strom, es sucht nach der Oberfläche, nach dem Licht.

Natürlich muss man festhalten, dass "Hopes, Doubts & Inbetween" ohne den autobiographischen, kathartischen Aspekt wenig Argumente vorzubringen hat, die anderswo nicht bereits zuvor mehrmals angeführt wurden. Das ohrenstreichelnde Schwedenriffing etwa, das gut reingeht und dadurch den Weg für melodischen Klargesang ebnet, der in "Copy Of The Copy", "None So Blind" und dem an AS I LAY DYING erinnernden "A Song About Letting Go" die Seele umschmeichelt. Oder die AT THE GATES-Referenz in "Two Shots Of Liquid Suicide", das nach heftigem Start in einen zerbrechlichen und hilflosen Refrain mündet. Ja, von einem komplett rational-nüchternen Standpunkt aus betrachtet ist "Hopes, Doubts & Inbetween" ein solides Genrewerk, welches sich bis auf den arg kitschigen Kinderchor im Abschluss "Back To Zero" kaum Schnitzer und kaum Höhepunkte leistet. Durch die schonungslos offene Abrechnung mit der eigenen Vergangenheit verpassen UNLEASH THE SKY ihrem Album aber eine persönliche Note, die im Endeffekt mehr zählt als reine Fakten. Der Schlüssel zu all dem ist Ehrlichkeit. Eine Eigenschaft, die oft zu kurz kommt, dabei manchmal eben doch den Unterschied macht.

Veröffentlichungstermin: 07.10.2011

Spielzeit: 38:12 Min.

Line-Up:
Patrick Demuth - Vocals
Daniel Tanneberg - Guitar
David Schumann - Guitar, Vocals
Christoph Sauer - Bass
Matthias Schmitt - Drums

Produziert von Sky van Hoff
Label: Deafground Records

Homepage: http://unleashthesky.com
Mehr im Netz: http://www.facebook.com/unleashthesky

Tracklist:
01. 2nd Chapter
02. Copy Of The Copy
03. None So Blind
04. Empty Riverbed
05. A Song About Letting Go
06. Two Shots Of Liquid Suicide
07. Cheap Wine And Golden Dreams
08. Anything But Us
09. Sinner & Soulmate
10. Back To Zero


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