PAINTBOX: Bright gold and red
Neben dem experimentellen Progressive-Sound von ISILDURS BANE haben sich Linnea Olsson und Fredrik Johansson zusammengetan, um gemeinsam mit Magnus Helgesson und ein paar Gästen etwas andere Wege zu gehen. Kennt man die letzte EP "Songs from the observatory" von ISILDURS BANE, dann ist die Abstammung von der PAINTBOX aber dezent heraus zuhören. Der hier nicht ganz unumstrittene Ausflug zum Art-Pop wird nun auf "Bright gold and red" komplett ausgelebt und hier in ein passendes Gewand gekleidet. Sehr verspielt und trotzdem zugänglich laden die Schweden aus Halmstad zur entspannten Kuschelrunde auf dem Sofa ein. Wo die Hauptband doch recht freakig und nicht unanstrengend ist, da werfen PAINTBOX mit Wattebällchen, zeichnen zarte Pastellbildchen, in denen man wunderbar seine Gedanken und Träume versinken lassen kann. Mit zarten Melodien gespickt umweben einen die Songs, man fühlt sich sofort wohl, wirklich schön. Markant ist hier vor allem sie süße, wirklich schöne Stimme von Linnea. Mich erinnert sie immer etwas an die charmante Singstimme aus der t-online-Werbung. Linnea wickelt einen sofort um den kleinen Finger, berührt, beruhigt, entspannt. Ein warmer Sommerabend, auf einer grünen Wiese voller wilder Blumen liegen und Wolken zählen - in diese Stimmung versetzt mich der zuckersüße Gesang. Ausbreiten kann sie sich in ebenso zarten Songs, die sofort ins Ohr gehen, ohne dabei die Eingängigkeit in den Vordergrund zu stellen. Die Songs haben mit Cello und Violine oft mal einen Hauch von anspruchsvoller Kammermusik, schweifen über melancholische Klänge zum geschmackvollen Art-Pop ohne platte Radioklänge, auch Freunde von TORI AMOS und BJÖRK dürften sich hier wohl fühlen. Songs herausheben kann man kaum, auch wenn der wunderschöne Opener, das melancholische "Walls coming down" oder das eher fröhliche "45´on" meine persönlichen Highlights sind. Hat man sich erstmal in diese Songs und unvermeidbar in diese Stimme verliebt, dann verlässt die Scheibe den Player nicht mehr so schnell. Richtig laut verbreitet sie Sonnenschein, lädt leiser gehört zum Kuscheln ein, lässt auch mal ein paar dunkle Regenwolken vorüber ziehen, um dann wieder mit einem Regenbogen zu verzücken. Da wird man gern zum Softie.
Veröffentlichungstermin: 05.12.2008
Spielzeit: 41:52 Min.
Line-Up:
Linnea Olsson: Vocals, Cello, Bass
Fredrik Johansson: Guitar, Bass, Keyboards
Magnus Helgesson: Drums, Keyboards
Gäste: Christof Jeppson: Vocals (10)
Mariette Hansson: Guitar, Vocals (7, 10)
Laima Olsson: Violine (7)
Produziert von Paintbox
Label: Wild Chance Music
MySpace: http://www.myspace.com/paintboxpaintbox
Tracklist:
1. Lighthouse
2. Stop running
3. Wild chance
4. Heaven
5. Walls coming down
6. 45´on
7. Chamelion
8. Winter
9. Love
10. Air
11. Choosing love

Ich sollte diese depressive Stimmung nutzen und nach 2 Jahren mal wieder ein neues Lied schreiben!