JACK FROST: My Own Private Hell
Lange währt die Partnerschaft zwischen JACK FROST und dem jeweiligen Label offenbar selten. Nach wieder nur einem Album beim letzten Label der Wahl ist man nun bei Silverdust Records gelandet, um die Welt um ein weiteres Gloom-Rock-Album namens "My Own Private Hell" zu bereichern. JACK FROST gehören zu den ganz wenigen Bands, die schon früh ihren ureigenen Stil erschaffen haben. Irgendwie im Doom Metal verwurzelt, aber auch vom Gothic Rock beeinflusst, klingen die Österreicher eigenständig genug, um zwischen allen Stühlen zu sitzen und von den verbohrteren Fans der Genres, aus denen sie ihre Inspiration ziehen, verschmäht zu werden.
Das wird vermutlich auch bei "My Private Hell" nicht anders sein. Pech für alle Scheuklappen-Musikhörer, denn wie schon der Vorgänger "Wannadie Songs" ist das aktuelle Werk eine echte Perle für alle Freunde von wahrhaft düsterer Rockmusik. Sänger Phred Phinster macht seinem Namen mal wieder alle Ehre. Technisch zwar definitiv kein guter Sänger, schafft er es doch spielend, mit seiner dunklen und leidenden Stimme den Hörer emotional herunterzuziehen. Zeichneten sich die frühen Alben der Band allerdings durch eine gewisse Kälte aus, die manch einem den Zugang erschwerte, so kann "My Own Private Hell" mit einem warmen, erdigen Sound punkten.
Kompositorisch ist auch alles im Lot: Das Album steckt voller guter Ideen, die zu kompakten Songs verarbeitet wurden. Dabei ist man zwar meist im Midtempo unterwegs. Da man jedoch immer zum richtigen Zeitpunkt die Handbremse löst, kommt zu keinem Zeitpunkt Langeweile auf. Sehr schön übrigens, dass man die Tradition der Oldie-Coverversionen wieder hat aufleben lassen. Diesmal musste "Leaving On A Jet Plane" von JOHN DENVER dran glauben, von den Österreichern verdoomt zu werden.
Fazit: Wahrscheinlich das bisher beste JACK FROST-Album. Geht es dir dreckig, ist dies der perfekte Soundtrack. Schwebst du gerade auf Wolke sieben, ist dies die wirkungsvollste Medizin, um dich wieder herunterzuholen.
Veröffentlichungstermin: 22.08.2008
Spielzeit: 45:57 Min.
Line-Up:
Phred Phinster - Bass, Vocals
Mournful Morales - Guitars
Gary Gloom - Guitars
Collossos Rossos - Drums
Label: Silverdust Records
Homepage: http://www.jackfrost.at
MySpace-Seite: http://www.myspace.com/gloomrockcity
Tracklist:
1. Dirty Old Man
2. Still
3. My Private Hell
4. Leaving Song
5. Days Never End
6. Red Roses Day
7. In Misery
8. Leaving On A Jet Plane
9. For Ages
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Ich hatte den Alptraum, ich würde als Tobias Sammet von EDGUY aufwachen...