ANGST SKVADRON: Flukt
Bandname, Albumtitel und ein Song namens "Negativitetens Kveletak" weisen klar auf das Heimatland Norwegen hin. Zudem erhärtet sich der Eindruck, dass hier eine besondere Art von krankem Humor am Werk sein muss, da man sich sonst wohl kaum mit "The Astroid Haemorhoids and the Drunken Sailor" kreativ auseinandersetzen würde. Und in der Tat - bei ANGST SKVADRON handelt es sich nicht um eine gewöhnliche Band, sondern um ein Side-Projekt von T.B., der sich sonst unter anderem bei URGEHAL, KVIST und KRYPT dem schwarzmetallischen Ernst der Nacht widmet. "Flukt" hingegen erweist sich als experimenteller Spielplatz, wo Aliens, alternative Klangmuster und eine Prise merkwürdiger Humor unbehelligt ihr Unwesen treiben.Die Basis für "Flukt" ist unüberhörbar Black Metal. Dieser wird mit nicht alltäglichen Elementen angereichert und ist auch um bizarre Passagen nicht verlegen. Der gut hörbare Bass orientiert sich merklich an der Bassarbeit von SHINING, dazu gesellen sich nicht nur im coolen "Negativitetens Kveletak" BURZUMeske Riffs. Ebenfalls nicht gespart wird mit Space-Samples. In "A Song to the Sky"wecken ANGST SKVADRON Erinnerungen an die Soundtracks kultiger 50er-Jahre Science-Fiction-Filme. Der Anwärter auf den Songtitel des Jahres - "The Astroid Haemorhoids and the Drunken Sailor" - wartet dann mit einem Fingerzeig in Richtung "Close Encounter with the Third Kind" auf. Hier und da könnten die Songstrukturen - Stichwort Riffwiederholung - zwar etwas gestrafft werden, alles in allem funktionieren die Songs der Norweger und "Flukt" wartet mit einigen starken, ungewohnten Momenten auf.
Fazit: Synth-affine Schwarzmetaller, die bei der Nennung der Begriffe "Minimoog, Arp Axxe, Korg Polysix, Hohner Clavinet D6" ein feuchtes Höschen bekommen, ihre X-Files-Poster noch immer im Schrank hängen haben und sowieso nur in der Nacht nach draußen gehen, um am Sternenhimmel nach der Wahrheit zu suchen, werden in "Flukt" ihr Roswell finden. Und wer sich für kranken Black Metal mit experimenteller Note und ohne Suicidal-Gejammer interessiert, sollte den musikalischen Funkspruch von ANGST SKVADRON ebenfalls nicht ignorieren...
Veröffentlichungstermin: 27.06.2008
Spielzeit: 34:29 Min.
Line-Up:
T.B (URGEHAL, IN LINGUA MORTUA, ENDEZZMA, KVIST): Gitarre, Bass, Vocals, Piano
L.F.F (ENDEZZMA, IN LINGUA MORTUA): Drums, Minimoog, Arp Axxe, Korg Polysix, Hohner Clavinet D6, Mellotron
Trine-Lise A: Vocals
Label: Agonia Records
Homepage: http://www.myspace.com/angstskvadron
Tracklist:
1. UFO (intro)
2. Silent Light, Alien Night
3. A Song to the Sky
4. Negativitetens Kveletak
5. The Astroid Haemorhoids and the Drunken Sailor
6. Slaves of Mental Distortion
7. Beyond Andromeda
8. Satan (outro)
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äh, irgendwie hätte ich keine cola saufen sollen... macht mich ganz giggerig.