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OCTOBER FALLS: The Womb of Primordial Nature

CD-Review vom 07.09.2008   drucken senden
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cdreview - OCTOBER FALLS: The Womb of Primordial NatureEin Album über das ursprüngliche Untier, das in uns allen haust. Das klingt nach großem Kino, nicht wahr? OCTOBER FALLS und ihr zweites Album muten nicht nur in dieser Hinsicht ein wenig wie die frühen Tage von ULVER an und doch ist diese vierzigminütige Reise in das Schwarz der Nacht, der Wälder, der Natur im Allgemeinen. Und dabei ist es ebenso rasant und brutal, wie episch und schaurig-schön. Natürlich, um wirklich originell zu klingen, bedarf es mehr als das, was OCTOBER FALLS hier bieten, und doch ist das auch gar nicht nötig, denn mit jedem Ton vernimmt der Hörer das Herzblut, das in diesen vier Songs steckt.

Gerade die schnellen Passagen, die mit sehnsuchtsvollen Melodien ausgestattet wurden, sind absolut großartig, erinnern auch an das warme Flair von WOLVES IN THE THRONE ROOM, sowie PRIMORDIAL in ihren großen Momenten. Dennoch, hier geht es schon grimmiger zur Sache als auf "Bergtatt" oder "The Gathering Wilderness", auch da hier keine einzelnen Musiker im Vordergrund stehen, besonders beim Gesang, welcher eher in den Hintergrund gemischt, allein schon für eine schaurige Atmosphäre sorgt. A propos Atmosphäre, es darf nicht vergessen werden, dass diese auf "The Womb of Primordial Nature" derer auf "Morningrise" von OPETH sehr ähnelt, auch wenn OCTOBER FALLS für ein deutlich animalischeres Konstrukt verantwortlich sind.

Hymnisch, ungezähmt und doch voller Schönheit und Spielfreude ist dieses Album, wie ein wunderschönes Tier, das man nicht zu zähmen vermag. Entsprechend faszinierend ist "The Womb of Primordial Nature", das einerseits in den Gehörgang fließt und sich dort gemütlich einnistet, aber andererseits sehr unnahbar bleibt, da hier auch keine gewöhnlichen Songstrukturen verwendet werden. Somit ist dieses Werk ebenso heimelig wie mysteriös, gefährlich und vertraut. Mit großartiger Gitarrenarbeit, schönem Fretless-Bass, sicherem, rasantem Drumming wird auch die handwerkliche Seite nicht vernachlässigt.

OCTOBER FALLS liefern nichts für Freunde von Plastik-Black Metal, auch wer auf stumpfe Pagan-Saufhymnen steht, ist hier definitiv falsch am Platz. Das, was die Finnen ausstrahlen, ist Wärme, Schönheit, Erhabenheit, ohne Kitsch und Bombast. Wer "Two Hunters" verfallen ist und dieses Album vergöttert, wird hier zwar kein ebenbürtiges Ausnahmewerk finden, aber sich doch darin verlieren. Etwas für grimmige Träumer eben.

Veröffentlichungstermin: Juni 2008

Spielzeit: 38:11 Min.

Line-Up:
M. Lehto – Vocals, Guitars, Keyboards
V. Metsola – Session Bass
M. Tarvonen – Session Drums

Label: Debemur Morti Productions

Homepage: http://koti.welho.com/mlehto4/of/of.html


Tracklist:
I
II
III
IV




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