ATTWENGER live: Nürnberg, K4, 17. Mai 2007
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Seit 1990 spielen die zwei Österreicher ihre ureigene Lesart von Volksmusik. Volkstümlich, aber niemals volksdümmlich wurden die Gstanzln von ATTWENGER nur mit trockenem Schlagzeug und einer frechen, entfesselten Knopfziehharmonika zelebriert. Und so etwas hatte es bis dato noch nicht gegeben: Hardcore-Stubenmusi’, zu der man durchaus auch mal Pogo tanzen konnte.
Im Lauf der Jahre haben sich Hans-Peter Falkner (Steirische, Gesang) und Markus Binder (Schlagzeug, Gesang) dem von ihnen mitgeprägten Genre "Neue Volksmusik" jedoch immer wieder gerne entwunden. Haben ihren selbstkreierten Mikrokosmos stetig erweitert und in alle Richtungen ausgedehnt und vorangetrieben. Von Electronica bis HipHop, von Punk über Polka bis Breakbeat ist hier und heute so ziemlich alles an Einflüssen und Querverweisen mit an Bord.
Klassische Traditionals wie das frühe "1 + 2, 3" sind zelebrierter Alpin-Minimalismus, spätere Lieder wie das stille "Kalender" ausgefeilter Mundart-Blues. Dazwischen finden sich nicht immer, aber immer öfter kritische Gedanken zu Gesellschaft und Politik, bei denen schon mal "Kacke" auf "Landesflagge" gereimt wird. "Die hypnotischste Koppelung von Dialekt und Dancefloor" hat mal wer geschrieben, und das stimmt wirklich. Keine Frage: ATTWENGER ist sein eigener Herr. Ein Original!
Live im vollbesetzten K4-Zentralcafé war´s dann weitaus weniger experimentell als erwartet, dafür regelrecht urig. Und über weite Strecken tatsächlich so herrlich reduziert, minimalistisch und derb wie auf "most" (wobei mir - wie gesagt - das, was ich von den späteren Scheiben kenne, auch supergut gefallen hat).
Sehr witzig übrigens auch die Plattentitel der ATTWENGER-Scheiben, sind die doch sowohl in oberösterreichischem Dialekt als auch in englischer Sprache lesbar ("most", "song", "sun", "dog"). Das nenne ich mal gelebtes Global Playerdom!
Seit 1990 spielen die zwei Österreicher ihre ureigene Lesart von Volksmusik. Volkstümlich, aber niemals volksdümmlich wurden die Gstanzln von ATTWENGER nur mit trockenem Schlagzeug und einer frechen, entfesselten Knopfziehharmonika zelebriert. Und so etwas hatte es bis dato noch nicht gegeben: Hardcore-Stubenmusi’, zu der man durchaus auch mal Pogo tanzen konnte.
Im Lauf der Jahre haben sich Hans-Peter Falkner (Steirische, Gesang) und Markus Binder (Schlagzeug, Gesang) dem von ihnen mitgeprägten Genre "Neue Volksmusik" jedoch immer wieder gerne entwunden. Haben ihren selbstkreierten Mikrokosmos stetig erweitert und in alle Richtungen ausgedehnt und vorangetrieben. Von Electronica bis HipHop, von Punk über Polka bis Breakbeat ist hier und heute so ziemlich alles an Einflüssen und Querverweisen mit an Bord.
Klassische Traditionals wie das frühe "1 + 2, 3" sind zelebrierter Alpin-Minimalismus, spätere Lieder wie das stille "Kalender" ausgefeilter Mundart-Blues. Dazwischen finden sich nicht immer, aber immer öfter kritische Gedanken zu Gesellschaft und Politik, bei denen schon mal "Kacke" auf "Landesflagge" gereimt wird. "Die hypnotischste Koppelung von Dialekt und Dancefloor" hat mal wer geschrieben, und das stimmt wirklich. Keine Frage: ATTWENGER ist sein eigener Herr. Ein Original!
Live im vollbesetzten K4-Zentralcafé war´s dann weitaus weniger experimentell als erwartet, dafür regelrecht urig. Und über weite Strecken tatsächlich so herrlich reduziert, minimalistisch und derb wie auf "most" (wobei mir - wie gesagt - das, was ich von den späteren Scheiben kenne, auch supergut gefallen hat).
Sehr witzig übrigens auch die Plattentitel der ATTWENGER-Scheiben, sind die doch sowohl in oberösterreichischem Dialekt als auch in englischer Sprache lesbar ("most", "song", "sun", "dog"). Das nenne ich mal gelebtes Global Playerdom!
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Um hier mal ein Zitat von meinem alten Geschichtelehrer zweckzuentfremden: Heavy Metal ist Quellenarbeit!
