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RAGE: Speak Of The Dead

CD-Review vom 09.03.2006   drucken senden

cdreview - RAGE: Speak Of The DeadKnapp zweieinhalb Jahre sind vergangen, seit RAGE mit "Soundchaser" ihr letztes Studioalbum abgeliefert haben. Man durfte gespannt sein, wie sich das Trio Infernale entwickeln würde. Ein weiteres Album im "Unity/"Soundchaser"-Stil? Zurück zu den bombastischen Werken a la "XIII" oder "Ghosts?" [Sie lesen eine Review von vampster.com, dem eigenwilligen Metal-Webzine.] Nun liegt das Ergebnis und die Antwort in Form von "Speak Of The Dead" vor und diese lautet: Beides! Die erste Hälfte des neuen Albums besteht aus der in acht Tracks unterteilten "Suite Lingua Mortis", welche zusammen mit dem weißrussischen Symphonieorchester aufgenommen und von Gitarrist Victor Smolski arrangiert wurde. RAGE haben es geschafft, dass die Symbiose von Orchester und Metalband tatsächlich homogen klingt, was ja nicht immer selbstverständlich ist. [Sie lesen eine Review von vampster.com, dem eigenwilligen Metal-Webzine.] Gute Beispiele, wie man es nicht macht, gibt es zuhauf. Hier aber merkt man, dass die Songs von vorneherein für Metalband und Orchester ausgelegt wurden und nicht erst von Metalband geschrieben und dann in Orchestergewand gezwängt. Highlight der Suite ist Track Nummer fünf und dieser nennt sich "No Regrets". Eine sehr eingängige, hymnische Nummer mit tollem Refrain und Chor-Unterstützung. [Sie lesen eine Review von vampster.com, dem eigenwilligen Metal-Webzine.] Mit diesem zweiundzwanzigminütigen Werk ist RAGE auf jeden Fall ein bemerkenswertes Stück Musik gelungen und auf die eventuell folgende Live-Umsetzung darf man mehr als gespannt sein.

Die zweite Hälfte besteht aus "gewöhnlichen" RAGE-Songs in bester Tradition der letzten beiden Alben. Hier haben RAGE ihren Stil endgültig gefunden und geändert werden höchstens noch Nuancen. [Sie lesen eine Review von vampster.com, dem eigenwilligen Metal-Webzine.] Trotzdem stehen die Songs zum großen Teil hinter ihren Vorgängern zurück. Viel klingt all zu sehr nach Bewährtem, neu aufgewärmt, und auch wenn RAGE in dieser Besetzung nicht in der Lage sind, schlechte Songs zu schreiben, dudelt die eine oder andere Nummer doch etwas belanglos am Hörer vorbei. Da war gerade das überragende "Unity" von einem ganz anderen Kaliber. Der stärkste der Songs ist meiner Meinung nach "Full Moon". Der Rest ist zwar in Ordnung, aber eben auch nicht wirklich mehr als das. [Sie lesen eine Review von vampster.com, dem eigenwilligen Metal-Webzine.] Von RAGE erwarte ich da einfach mehr! Auch die Produktion empfinde ich entgegen der Meinung Mike Terranas, dass es sich um eine der besten RAGE-Arbeiten bislang handelt, als schwächer als die vom eben erwähnten "Unity"-Album. So bleibt "Speak Of The Dead" ein gutes RAGE-Album, das sich aber mit den Highlights der Band-Biographie wie "Trapped", "Unity" oder dem Überhammer "Black In Mind" nicht messen kann. [Sie lesen eine Review von vampster.com, dem eigenwilligen Metal-Webzine.] Für echte RAGE-Fans sollte jedoch alleine die "Suite Lingua Mortis" die Anschaffung des neuen Rundlings wert sein. Denn was man auch nicht vergessen darf: Für einen mittelmäßigen RAGE-Song würden viele andere Power-Metal Bands wahrscheinlich ihre Großeltern zum Hühnerrupfen auf die H5N1-Farm schicken. [Sie lesen eine Review von vampster.com, dem eigenwilligen Metal-Webzine.] Als Bonustrack wird "Speak Of The Dead" den Song "Full Moon" in verschiedenen Sprachen, je nach Land, enthalten.


Veröffentlichungstermin: 24.03.2006

Spielzeit: 53:12 Min.

Line-Up:
Peavy Wagner - bass, vocals
Victor Smolski - guitars
Mike Terrana - drums


Produziert von RAGE und Charlie Czajkowski @ VPS Studios/Hamm
Label: Nuclear Blast

Homepage: http://www.rage-on.de


Tracklist:
Suite Lingua Mortis (Tracks 1-8):
01. Mortituri Te Salutant
02. Prelude Of Souls
03. Innocent
04. Depression
05. No Regrets
06. Confusion
07. Black
08. Beauty

09. No Fear
10. Soul Survivor
11. Full Moon
12. Kill Your Gods
13. Turn My World Around
14. Be With Me Or Be Gone
15. Speak Of The Dead




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