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ACCEPT: Breaker & Restless and Wild (Re-Release)

CD-Review vom 27.07.2005   drucken senden

cdreview - ACCEPT: Breaker & Restless and Wild (Re-Release)Ich sage mal: "Chance vertan!". Warum? Nun, weil sich die Anschaffung dieser (Wieder-)Veröffentlichungen nicht mal für den beinharten Supporter der Band wirklich lohnt. Das Songmaterial wurde weder mit einem neuen Mix versehen noch, was das wichtigste gewesen wäre, einem neuen Mastering unterzogen. Auch wurden die Alben nicht durch Bonusmaterial erweitert, so dass die einzigen interessanten Neuerungen ein paar Liner-Notes aus der Feder von Udo Dirkschneider, abgedruckte Texte, ein paar Bilder und ein überarbeitetes Booklet sind.

Und nur für diese seine hart verdienten Euro ausgeben, wo man das Album als Fan doch eh schon im Regal stehen hat? Keine Ahnung, ich würde es nicht tun, wobei man dem Label aber zugute halten kann, dass es diesen Re-Release zu einem günstigen Preis in die Läden stellen lässt.

Produziert von Dirk Steffens und gemischt von Michael Wagener nahm die Band durch die Veröffentlichung der zehn Stücke von "breaker" gleich mehrere Sprossen auf der nach oben offenen Karriereleiter, was nicht nur an Klassikern wie "Breaker", "Son Of A Bitch" oder "Burning", sondern auch an unbekannteren echten Perlen wie das hymnenhafte "Run If You Can" oder dem eingängigen "Midnight Highway" lag - und auch wenn Stücke wie "Feelings", die Akustik-Ballade "Breaking Up Again", das getragene "Can’t Stand The Night" und der arg simple Abschlusstrack "Down and Out" sicherlich nicht zu Höhepunkten der Diskografie gehören, so kann man "Breaker" sicherlich als das erste "richtige" ACCEPT-Album bezeichnen. Ein Album, mit dem die Band und Songschreiber nicht nur andeuteten, welche Glanzleistungen sie abzuliefern in der Lage sind.

Das Nachfolgealbum "Restless & Wild", das ursprünglich im Jahre 1982 veröffentlicht wurde, bedeutete nicht nur eine erneute Steigerung im Fach "Songwriting", sondern es wurde auch erstmalig der Name "Deaffy" in den Credits aufgeführt. Dass hinter diesem Namen die als Gaby Hauke geborene Bandmanagerin und Ehefrau von Wolf Hoffmann steckt, war lange Zeit ein gut gehütetes Geheimnis. Erneut von Dirk Steffens produziert und Michael Wagener gemischt enthält dieses Album mit "Fast As A Shark", "Princess Of The Dawn" und dem Titeltrack drei unsterbliche Klassiker, die in keiner ACCEPT/U.D.O.-Setlist fehlen dürfen - doch auch das getragene "Neon Nights" ist für mich auf einer Stufe mit diesen Highlights anzusiedeln.

Gab es auf "Breaker" noch den einen oder anderen durchschnittlich-schwachen Song, so sind Songs aus dieser Kategorie auf "Restless & Wild" kaum auszumachen (lediglich "Ahead Of The Pack", "Get Ready" und das doch arg simple "Demon’s Night" liegen etwas unter dem hohen Qualitätslevel der anderen Stücke) - und auch hier sind es die unbekannteren Stücke wie das stampfend-wuchtige "Shake Your Heads", das flotte "Flash Rockin’ Man" und das hymnenhaft-eingängige "Don’t Go Stealing My Soul Away" die das Album als Gesamtwerk aufwerten.

Sicher ist es unbestritten, dass sich die Band mit "Balls To The Wall" und "Metal Heart" noch mal in allen Bereichen gewaltig steigern konnte - aber nichtsdestotrotz gehören diese beiden Alben in jede auf Vollständigkeit Anspruch erbebende CD-Sammlung.


Veröffentlichungstermin: 25.04.2005

Spielzeit: 43:58 / 44:00 Min.

Line-Up:
Udo Dirkschneider - Vocals
Wolf Hoffmann - Guitar
Jörg Fischer - Guitar
Peter Baltes - Bass
Stefan Kaufmann - Drums


Produziert von Dirk Steffens
Label: Steamhammer / SPV

Homepage: http://www.acceptarchive.com


Tracklist:
Breaker

Starlight
Breaker
Run If You Can
Can´t Stand The Night
Son Of A Bitch
Burning
Feelings
Midnight Highway
Breaking Up Away
Down And Out


Restless and Wild

Fast As A Shark
Restless And Wild
Ahead Of The Pack
Shake Your Heads
Neon Nights
Get Ready
Demon´s Night
Flash Rockin´ Man
Don´t Go Stealing My Soul Away
Princess Of The Dawn


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