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ISOLE: Forevermore

CD-Review vom 01.05.2005   drucken senden

cdreview - ISOLE: ForevermoreFür langjährige Fans der Epic-Doomer FORLORN hätte dieses Jahr nicht besser beginnen können. Die mittlerweile unter dem Namen ISOLE aktiven Schweden waren nicht nur auf dem diesjährigen DOOM SHALL RISE-Festival live zu bewundern, sondern veröffentlichten jüngst auch ihr Debütalbum "Forevermore", nachdem sie in den 90ern bereits mit einigen exzellenten Demos auf sich aufmerksam machten, aufgrund zahlreicher Nebenprojekte aber nicht recht voran kamen. Der epische Doom von FORLORN zeichnete sich durch orientalische Einflüsse im Stil von CANDLEMASS aus, aber auch durch eine gute Portion traditionellen Heavy Metal, eine dank nordisch-folkloristischer Melodiebögen typisch skandinavische Melancholie, kristallklaren, mittelhohen Gesang und erhabene Chöre, bei der sich die Band deutlich von BATHORY beeinflusst zeigte - all das verpackt in zumeist überlange, komplex strukturierte Songs.

Prinzipiell hat sich daran auch bei ISOLE nichts geändert, die oft zwei- oder dreistimmigen Gesänge sind zwar selten so mächtig wie in der Vergangenheit, dafür aber um einiges ausgefeilter und somit von mindestens ebenbürtiger Schönheit. Überhaupt klingt der Gesang auf "Forevermore" deutlich sauberer und kräftiger als auf den schon sehr hörenswerten Demos.

Viele Kompositionen auf "Forevermore" werden alten FORLORN-Fans von eben diesen Demos bekannt vorkommen. Teilweise wurden diese jedoch überarbeitet und erstrahlen dank der professionelleren Produktion in neuem Glanz. Dazu zählt beispielsweise der ruhig beginnende und sich langsam zu einer von einem Doublebass-Gewitter begleiteten Gitarrenwand steigernde Titelsong, bei dem anstatt der auf dem "Autumn Leaves"-Demo zu hörenden cleanen Gitarren Konzertgitarren Verwendung finden und bei dem die skandinavische Melancholie am stärksten durchscheint.

Auch 2005 ist der ISOLE-Sound jedoch keine leichte Kost. Langeweile kommt trotz der Überlänge der meisten Songs nicht auf. Im Gegenteil, aufgrund der komplexen Songstrukturen, oft ungewöhnlicher Melodien und Gesangsharmonien und rhythmisch vertrackter, leicht verwirrender Passagen, wie sie in "Deciever" [sic!] zu hören sind, bedarf es der intensiven Beschäftigung, um mit der Musik warm zu werden. Ist dieser Schritt einmal vollzogen, werden Freunde epischen Dooms und skandinavischer Klänge ihre helle Freude an diesem Album haben. Auch wenn man in der schleppenden Doom-Hymne "Age Of Darkness" instrumental sehr nah bei CANDLEMASS ist, kann alleine aufgrund des eigenständigen Gesangs, der weit von der Theatralik eines Messiah Marcolin entfernt ist, von einer Kopie keine Rede sein. Beendet wird das Album von einem weiteren uralten Song. "Moonstone", das wohl abwechslungsreichste Stück des Albums, ist überwiegend sehr flott gehalten und zeigt aufgrund der treibenden Drums und der tollen zweistimmigen Gitarrenleads, dass die Musiker auch im traditionellen Heavy Metal zuhause sind, kann aber auch mit kalten, nordischen Schrammel-Gitarren und wunderbar epischem Gesang sowie einigen ruhigeren wie auch doomigen Passagen aufwarten - nur um dann in einen Death/Black-Teil überzugehen, bei dem dann auch mal Bassist Henrik Lindenmo ans Mikro darf.

"Forevermore" ist ein großartiges Album, auf das eine kleine Fanschar schon seit Jahren gewartet hat, das aber auch viele Leute, die mit der Band bislang noch nicht vertraut waren, begeistern wird. Sowohl Fans von epischem Doom als auch Liebhabern von Bands wie TYR sei diese Scheibe wärmstens empfohlen.

Veröffentlichungstermin: 21.03.2005

Spielzeit: 58:11 Min.

Line-Up:
Daniel Bryntse - Drums & Voice
Crister Ohlsson - Guitars
Henrik Lindenmo - Bass & Screams
Label: I Hate Records

Hompage: http://www.forevermore.se


Email-Adresse der Band: isole@forevermore.se

Tracklist:
1. The Watcher
2. Deciever
3. Age Of Darkness
4. Forevermore
5. Premonitions
6. Beyond The Black
7. Moonstone



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